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Das richtige Gewicht

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Schlankheitsmittel, Diätpläne, Trimmübungen, Reduktionskost, Schlankheitsbücher... - das Geschäft mit Schlankheit, Gewichtskontrolle, Normal- und Idealgewicht blüht wie nie zuvor. Trotzdem hat jeder zweite Übergewicht.

Die vorliegende Webseite geht von dieser verwirrenden Situation aus. Knapp und entschieden hört man von maßgebender Seite, zu welchen neuen Erkenntnissen die Forschung in der Beurteilung von Über-, Normal- und Idealgewicht gelangt ist und in welchem Umfang eine Gewichtsabnahme und -kontrolle erfolgen kann.

Daraus werden Vorschläge entwickelt, wie man ganz nach den individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen eine beständige Langzeitstrategie zur Abnahme und Gewichtskontrolle planen und mit einem realistischen persönlichen Diätprogramm verwirklichen kann.


Einleitung

Es gibt in unseren westlichen Industrieländern sicher nicht sehr viele weibliche Wesen, die nicht irgendwann in ihrem Leben einmal eine Diät eingehalten haben. Bei meiner Leserpost türmen sich jedenfalls die Briefe von Frauen (und Männern), die sich Sorgen über ihr Gewicht machen. Und immer wieder hört man von einer neuen Diät, eine origineller als die andere - die Schokoladediät, die Wasserdiät, die Iss-was-du-willst-Diät; und gerade deshalb begrüße ich das Erscheinen dieses Buches so überaus, denn es ist vernünftig und praktisch anwendbar, indem es Ihnen ganz genau erklärt, warum Sie zunehmen und wie Sie den Speck wieder loswerden können.

Die Ärztin Dr. Rodin stellt eine völlig verblüffende Behauptung auf: Eine Diät ist kein sicherer Weg zur schlanken Linie - ganz im Gegenteil! Durch Diäthalten wird man dick! Bei jeder Diät - und vor allem bei jeder Sünde gegen die Diät - zwingen Sie Ihren Körper dazu, noch mehr Gewicht zu speichern. Der menschliche Körper hat in jahrtausendelanger Entwicklung bestimmte Mechanismen erworben, die sich gegen eine Reduzierung der Kalorienzufuhr nachhaltig zur Wehr setzen. Was soll man also tun? Dr. Rodin rät: die Diätpläne zum Fenster hinauswerfen und statt dessen die Eßgewohnheiten ändern.

Wir alle wissen, dass so ein Fasten manchmal ganz reizvoll ist. Es gewährt einem am ersten Tag ein fast perverses Vergnügen, mit knurrendem Magen zu Bett zu gehen, gesättigt durch nichts als ein Glas Wasser und drei Rosinen. In wenigen Wochen schon, so sagen wir uns, werden wir uns schlank, gesund fühlen, wie neu geboren sein ... Aber nicht alle Formen von Diät sind gesund, und so reizvoll sind sie auch nicht lange. Vor allem gehört zu einer Diät Verzicht, und eben der führt bei jedem Diätverstoß zu Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen. Und deshalb ist eigentlich jede Diät geradezu eine Einladung zu physischem und psychischem Versagen.

Ich finde es amüsant, wie Dr. Rodin sich über die meisten Diäten auslässt, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Wenn Ihnen beispielsweise Hüttenkäse, dieser Grundpfeiler fast aller Diäten, nicht schmeckt, so rät die Ärztin, dann essen Sie eben etwas anderes. Schließlich hat eine Schale Käse genauso viele Kalorien wie ein ganzer Teller Kartoffeln. Hätten Sie das gedacht? Mir war das neu. Auf diese Weise rückt sie systematisch vielen Vorstellungen über Diätvorschläge und Diätspeisen zu Leibe und entlarvt sie als das, was sie sind: Mythos und Aberglaube.

Was ich an diesem Buch besonders schätze, ist das Fehlen eines drohenden moralischen Zeigefingers, der Sie vor den Cremetorten warnt. Eine Sünde wider eine Diätvorschrift ist keine wirkliche Sünde! Ganz im Gegenteil! Dr. Rodin kennt die einschlägigen Untersuchungsergebnisse und weiß nur zu genau, dass dicke Menschen nicht deshalb dick sind, weil sie etwa willensschwach, untüchtig und unattraktiv wären. Vielmehr kommt das Umgekehrte schon eher vor: Ein dicker Mensch glaubt nämlich leicht, er sei willensschwach, untüchtig und unattraktiv - aber eben nur aus dem Grund heraus, weil er dick ist. Und Dr. Rodin glaubt auch nicht daran, dass jemand nur deswegen in die Konditorei geht, um sich »Trost anzuessen«.

Dr. Rodin neigt als Verhaltensforscherin dazu, Menschen als Opfer gewisser anerzogener Verhaltensmuster zu sehen, und sie hält daher nichts von einer psychoanalytischen Theorie des Überessens. Nützlicher ist es, ihrer Meinung nach, Übergewicht als Folge schlechter Gewohnheiten aufzufassen, die man ablegen kann, und diesen Makel nicht z. B. als Folge frühkindlicher Gefühle gegen die eigene Mutter zu interpretieren. Denn selbst wenn Sie wüssten, warum Ihre Mutter Sie geprügelt hat, würden Sie durch dieses Wissen schon leichter abnehmen? Keineswegs, sagt Dr. Rodin. Wenn Sie abnehmen und sich dadurch attraktiver empfinden, dann werden sämtliche unangenehmen Gefühle, die das Übergewicht begleiten, von selbst verschwinden. Nicht umgekehrt.

Es gibt natürlich auch eine genetische Komponente: In Familien, wo beide Eltern normalgewichtig sind, haben nur 7% der Kinder Übergewicht, während in Familien mit nur einem übergewichtigen Elternteil bereits 40% aller Kinder ebenfalls übergewichtig sind. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass Sie ein hilfloses Opfer Ihrer Erbanlagen sind, denn aus Untersuchungen geht hervor, dass dicke Menschen aus anderen Gründen essen als schlanke. Während die meisten Menschen etwas zu sich nehmen, wenn sie hungrig sind, essen Übergewichtige dann, wenn es Zeit zum Essen ist oder wenn sie eine Mahlzeit sehen oder riechen, ja sogar wenn sie nur an Essen denken.

Kann man die Gewohnheiten, die zu Übergewicht geführt haben, überhaupt ablegen? Also, ich bin zumindest der Meinung, dass Sie, sobald Sie erst einmal die klaren Tatsachen kennen, viel eher Schwierigkeiten haben werden, diese schlechten Eßgewohnheiten nicht abzulegen.

Virginia Ironside


Vorwort des Autors

In diesem Buch geht es um den überflüssigen Speck, das starke Übergewicht - einen Zustand, über den jeder alles zu wissen glaubt. Und man ist allgemein der Meinung, dass Dicksein von zuviel Essen kommt und dass man dem nicht anders begegnen kann als durch eine Diät. Das stimmt jedoch nicht.

Das meiste, was die Leute über Dicksein und Diäthalten zu wissen glauben, ist eben nicht gesichertes Wissen, sondern irriger Glaube. Und gerade in der Annahme, dass man Übergewicht am leichtesten durch eine Diät verliert, liegt die ärgste Täuschung. Das kann man nämlich nicht. Wiederholte Diäten erweisen sich vielmehr als der sicherste Weg zur Beibehaltung Ihres Übergewichts!

Aber bitte lassen Sie sich davon nicht entmutigen. Die Fakten und Erklärungen, die ich Ihnen hier vorlege, werden nicht nur Sie, sondern auch zahllose andere Menschen - Dicke wie Dünne - befreien von Schuldgefühl und Gewissensbissen und von eben jener ewigen Kasteiung, die eine der Ursachen ist, warum die meisten Schlankheitskuren zum Scheitern verurteilt sind.

Die drei folgenden Punkte sind so wichtig, dass man sie gar nicht groß genug schreiben kann:

Punkt 1: Es gibt keine Wunderdiät, die bei allen Menschen positiv anschlägt!

Punkt 2: Nicht alle Dicken fressen in Unmassen.

Punkt 3: Immer wieder Diät machen führt mit ziemlicher Sicherheit dazu, dass man für immer dick bleibt.

Der letzte Punkt klingt vielleicht paradox: Wie kann eine solche, auf den ersten Blick verblüffende Behauptung denn wahr sein? Die Antwort lautet: Wer immer wieder eine neue Diät beginnt, zwingt seinen eigenen Körper dazu, zu lernen, wie er auch mit weniger auskommt. Einfacher gesagt: Dadurch verlangsamt sich der Energieverbrauch im Ruhezustand, der sogenannte Grundumsatz. Diese biologische Grundkenntnis bietet auch die Erklärung dafür, warum man einerseits bei jeder weiteren Diät immer weniger abnimmt und andererseits nach jeder neuerlichen Diät bedeutend schneller wieder zunimmt.

Außerdem möchte ich in diesem Buch auch einige neue Ratschläge für den Kampf gegen Übergewicht geben, die auf den jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Nicht alle diese Vorschläge werden für Sie geeignet sein Übergewicht ist schließlich keine Krankheit, sondern nur

ein Symptom, allerdings ein sehr sichtbares. Übergewicht beruht nicht nur auf einer einzigen Ursache, daher gibt es auch mehr als nur eine einzige Therapie. Was ich mit diesem Buch vor allem bezwecken will, ist Ihre Einsicht: Schluss mit den Selbstvorwürfen! Von denen haben Sie nichts. Dieses Buch soll helfen, Sie zu einem überlegenden Diät-Konsumenten heranzubilden, der nicht auf alles Neue kritiklos hereinfällt.

Hier sind ein paar sogenannte Volksweisheiten, Ammenmärchen und falsche Vorstellungen, die in diesem Buch widerlegt werden:

Dick werden

Mangel an Bewegung macht dick.
Faulheit macht dick.
Kummer macht dick.

Dick sein

Wer dick ist, ist selbst schuld.
Ihr Körper sagt Ihnen, wann Sie genug haben.
Dicke Menschen sind gierig und essen daher viel.
Dicke Menschen haben ein gestörtes Gefühlsleben.
Dicke Menschen kommen sexuell zu kurz, Essen ist für sie deswegen eine Ersatzbefriedigung.
Dicke Menschen haben Angst vor Sex, deshalb essen sie so viel: als Schutzmaßnahme.
Dicke Menschen haben dem Essen gegenüber eine andere Einstellung als dünne Menschen.

Abnehmen

Das ist ganz einfach: Man muss nur einer bestimmten Methode folgen
Bewegung nützt nur dann, wenn sie schmerzt und einen vollkommen fertigmacht.
Wenn Sie nicht abnehmen können, dann sind Sie willensschwach.
Wenn Sie nicht abnehmen, sind Sie selbst schuld - nicht die Diät.
Abnehmen kann man nur, indem man rücksichtslos gegen sich selbst ist.
Wenn Sie abnehmen wollen, dann machen Sie am besten ein paar Tage lang eine strenge Diät.
Wenn Sie schlank werden wollen, dann verzichten Sie auf Ihr Frühstück.

Diät

Diät einhalten bedeutet Kalorien zählen.
Abnehmen kann man nur, wenn man so wenig Kalorien wie möglich zu sich nimmt.
Diät einhalten bedeutet spezielle Diät-Nahrungsmittel zu sich nehmen.
Diätspeisen dürfen nicht gut schmecken.
Alles, was gut schmeckt, macht dick.
Alles Angenehme und Schöne im Leben ist entweder unmoralisch, ungesetzlich oder macht dick.
Wenn Sie gegen Ihre Diätregeln verstoßen, dann schämen Sie sich gefälligst!
Wenn Sie schon eine Kaloriensünde begangen haben, dann schlagen Sie sich heute am besten gleich richtig den Bauch voll und fangen morgen von vorne an.

Ein Buch der hier vorliegenden Art stellt eine Zusammenfassung und Auswertung so vieler Forschungsergebnisse vor, dass es unmöglich ist, alle daran Beteiligten einzeln anzuführen.

Donald Meichenbaum, der Herausgeber dieser Reihe, hat mir bei Idee und Ausführung beigestanden. Seine eigenen Forschungen haben verschiedene kognitiv-verhaltensorientierte Techniken, wie ich sie im letzten Kapitel beschreibe, angeregt; die Zusammenarbeit mit meinem Herausgeber war mir ein echtes Vergnügen.

Meine eigene Forschungsarbeit, wie ich sie in dem vorliegenden Buch beschreibe, hat sehr viel von den Anregungen meiner Studenten profitiert, die im Verlauf der Jahre ihre Ideen und ihre eigenen Arbeiten dazu beigetragen haben.

Die Behavioural and Neural Sciences Division der National Science Foundation hat mich beim Schreiben dieses Buchs wie auch bei meinen Übergewichts-Forschungen unterstützt; ihre Großzügigkeit und ihr Respekt für Grundlagenforschung haben meiner Arbeit die Möglichkeit gegeben, zu wachsen und zu reifen.

Judith Rodin



Fortsetzung



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