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Hausapotheke

Bewährte Hausmittel zur Behandlung von Alltagsbeschwerden

Schlafstörungen, Nervosität, depressive Verstimmungen


Zur Selbstbehandlung von Schlafstörungen, Nervosität, depressiven Verstimmungen

In unserer hektischen Zeit gehören Schlafstörungen, Unruhe, Nervosität, Angstzustände und depressive Verstimmungen mit zu den häufigsten Leiden.

Für viele Menschen besteht die Lösung von Problemen dieser Art leider allzu oft im schnellen Griff nach einem der vielen Psychopharmaka (stark wirkende Beruhigungsmittel) oder Schlafmittel - und es gelingt ihnen meistens auch, das erforderliche Rezept dafür zu bekommen.

Diese Mittel sind aber nicht nur ungeeignet, weil sie Nebenwirkungen haben, sondern bergen auch die Gefahr der Gewöhnung in sich. Sie verhindern eine wirkliche Lösung der Probleme, indem sie dem Patienten eine »Scheinruhe« verschaffen, ohne dass er wirklich herausfindet, was er in seinem Leben verändern muss, um diese Ruhe von innen heraus zu finden.

Hier bietet die Natur Unterstützung an durch eine große Zahl wirksamer Heilpflanzen und Hausmittel. So beruhigt Hopfen, während Baldrian den Schlaf fördert. Melissenblätter, Passionsblumenkraut und Orangenblüten zeigen deutlich sedative (beruhigende), entspannende und ausgleichende Wirkung, auch Fenchel wirkt beruhigend. Vor allem für ältere Menschen (siehe Altersbeschwerden) sind Weißdornblüten eine Hilfe, weil sie die Herzkranzgefäße besser durchbluten und auf diese Weise zu mehr Ausgeglichenheit und Ruhe verhelfen.

Mit Johanniskraut hat man in letzter Zeit verstärkt die Erfahrung gemacht, dass es nach längerem Gebrauch Angstzustände und depressive Verstimmungen abzubauen vermag.


Zur Entspannung und Schlafvorbereitung

Melissen-Tee

Die Melisse, auch Zitronenmelisse genannt, hat sich seit Jahrhunderten durch ihre beruhigende Wirkung hervorragend bewährt -schon Karl der Große ließ sie in jedem Klostergarten anbauen. Die Melisse ist nicht nur ein wichtiges Arzneimittel, sondern auch ein schmackhaftes Gewürz. Wichtigster Inhaltstoff ist das ätherische Öl.

Für einen nervösen Menschen, der die vielen Reizüberflutungen am Tag nicht verkraftet und auch abends keine Ruhe findet, häufig lange wach im Bett liegt, ohne einschlafen zu können, ist eine Kur mit Melissen-Tee genau das Richtige.

• Zubereitung und Anwendung: 3 Teelöffel geschnittene Melissenblätter mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Kurmäßig über einen Zeitraum von 6 Wochen täglich 3 Tassen Tee trinken. Durch Süßen mit Honig kann die Wirkung verstärkt werden. (Diabetiker nicht süßen.)

Baldrian-Tee

Die altbewährte Heilpflanze Baldrian kennt fast jeder. In neuerer Zeit sind zahlreiche Untersuchungen über ihre Wirkungsweise vorgenommen worden, die interessante Ergebnisse gezeigt haben. Nachdem es früher hieß, der Geruch des Baldrian suggeriere eine Wirkung, ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass das Zusammenspiel all seiner Inhaltsstoffe die beruhigende Wirkung auslöst, vorausgesetzt, man dosiert entsprechend hoch. Baldrian wirkt beruhigend auf das zentrale Nervensystem ein und zeigt eindeutig krampflösende Wirkung. Deshalb ist er angezeigt bei nervöser Schlaflosigkeit: er führt zur Entspannung und dadurch zur Schlafbereitschaft; das Warten auf den Schlaf ist nicht mehr quälend und unangenehm, sondern wird als wohltuendes Ausruhen empfunden, bis sich der gesunde Schlaf von selbst einstellt. Nach der Einnahme von Baldrian fühlen sich

Menschen mit nervösen Reizzuständen, Unruhe und nervösem Herzklopfen meist nicht nur merklich entspannter, sondern auch angenehm erfrischt und können sich besser konzentrieren.

Mit mehr Ausgeglichenheit lassen sich zudem manche Folgekrankheiten wie Herz-, Magen- oder Gallebeschwerden verhindern. Zusammenfassend kann man sagen, dass Baldrian das Mittel der Wahl ist, wenn es darum geht, unruhige Zeiten oder Hetze besser zu überstehen.

• Zubereitung und Anwendung: 2 Teelöffel zerkleinerte Baldrianwurzel mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergießen und zugedeckt 10 bis 12 Stunden stehen lassen, dabei gelegentlich umrühren; anschließend abseihen und auf Trinktemperatur erwärmen. Täglich 2 bis 3 Tassen ungesüßten Tee lauwarm trinken.

Baldrian-Melissen-Teemischung

Um Entspannung herbeizuführen und seelische Verkrampfungen zu lösen, hat sich eine Teemischung aus Baldrian und Melisse ebenfalls bestens bewährt:

Baldrianwurzel 10,0

Melissenblätter 10,0

• Zubereitung und Anwendung: 2 Teelöffel dieser Mischung mit 1/4 Liter heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Täglich 2 bis 3 Tassen ungesüßten Tee lauwarm trinken.

Hopfen-Melissen-Teemischung

Auch der Hopfen ist ein gutes Mittel gegen nervöse Erregung, Einschlafstörungen und leichte Depressionen. Er wird selten allein gebraucht, sondern meist anderen Heilpflanzen zur Unterstützung beigegeben. Als Schlaftrunk empfiehlt sich folgender Tee:

Hopfenzapfen 20,0

Melissenblätter 20,0

Baldrianwurzel 10,0

• Zubereitung und Anwendung: 2 gehäufte Teelöffel dieser Mischung mit 1/4 Liter lauwarmem Wasser übergießen, zugedeckt 5 Stunden stehen lassen, abseihen und auf Trinktemperatur erwärmen. Täglich 2 Tassen ungesüßten Tee trinken; als Schlaftrunk 1/2 Stunde vor dem Schlafengehen 1 Tasse mit Honig gesüßten Tee trinken. (Diabetiker nicht süßen.)

Empfehlenswerte Teemischungen

Schlafstörungen, die von Verdauungsbeschwerden verursacht sind, lassen sich mit folgenden Teemischungen beheben:

Melissen-Fenchel-Kümmel-Teemischung

Melissenblätter 15,0

Fenchelfrüchte, zerstoßen 10,0

Kümmelfrüchte, zerstoßen 5,0

Pfefferminzblätter 5,0

Baldrianwurzel 5,0

Johanniskraut 5,0

Baldrian-Melissen-Koriander-Teemischung

Baldrianwurzel 10,0

Melissenblätter 10,0

Korianderfrüchte 10,0

Ingwerwurzel 10,0

Johanniskraut 20,0

• Zubereitung und Anwendung: 2 gehäufte Teelöffel der jeweiligen Mischung mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Vor dem Schlafengehen 1/2 Tasse ungesüßten Tee trinken.

Melissen-Orangenblüten-Teemischung

Viele Menschen leiden an Schlafstörungen, weil sie sich während des Tages überfordert fühlen. Dazu gehören etwa Manager, Schulkinder, Studenten und andere geistig arbeitende Menschen. Hier hat sich in langer Erfahrung folgende Teemischung bewährt:

Melissenblätter 25,0

Orangenblüten 10,0

Hagebuttenfrüchte mit Samen 10,0

Hibiskusblüten (Rote Malve) 5,0

• Zubereitung und Anwendung: 2 Teelöffel dieser Mischung mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und mit 1 Teelöffel Honig süßen. Vor dem Schlafengehen 1/2 Tasse Tee trinken. (Diabetiker nicht süßen.)

Passionsblume (Passiflora)

Die Passionsblume (Passiflora) ist in Südamerika und Ostindien beheimatet. Sie enthält beruhigend wirkende Substanzen, die den Blutdruck (siehe hier) leicht senken. Sowohl der Tee als auch die Tinktur aus der Passionsblume (aus der Apotheke) werden gegen nervöse Unruhe und Schlafstörungen genutzt. Passionsblumenkraut ergänzt und verstärkt alle Schlaftees; es gibt zudem zahlreiche Fertigpräparate mit Extrakten aus der Passionsblume, die bei Schlafstörungen und Nervosität wirksam sind. Fragen Sie danach in Ihrer Apotheke.

• Zubereitung und Anwendung des Tees: 2 gehäufte Teelöffel Passionsblumenkraut mit 1/4 Liter kochendem Wässer übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Täglich 2 Tassen ungesüßten Tee trinken.

• Anwendung der Tinktur: Bei Bedarf 20 bis 30 Tropfen Passionsblumen-Tinktur in etwas Wasser einnehmen. (In der Tinktur ist Alkohol enthalten.)

Oliven-Tee

Neuerdings werden zunehmend die Blätter des Ölbaums als unterstützende Bestandteile für Gesundheitstees verwendet, sowohl in Herz- und Kreislauftees (siehe hier) gegen zu hohen Blutdruck, als auch zur Ergänzung und Unterstützung von Melisse, Baldrian und Hopfen in Tees gegen Schlafstörungen. Das Bundesgesundheitsamt (BGA) hält die Wirkung für nicht ausreichend belegt.

• Zubereitung und Anwendung: 2 gehäufte Teelöffel Olivenblätter mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und mit 1 Teelöffel Honig süßen. Kurmäßig über einen Zeitraum von 3 Wochen abends 1 Tasse Tee lauwarm trinken. (Diabetiker nicht süßen.)

Baldrian-Tropfen

Baldrian-Tropfen (aus der Apotheke) sind hervorragend geeignet, wenn es darum geht, sich durch Entspannung auf spannungsgeladene Situationen - wie etwa Prüfungen oder Vorstellungsgespräche - vorzubereiten.

• Anwendung: Bei Bedarf (etwa 1/2 Stunde vorher) 1/2 Teelöffel Baldrian-Tropfen in etwas Wasser einnehmen. (In den Tropfen ist Alkohol enthalten.)

»Mehrerlei-Tropfen«

Dieses alte Hausmittel ist sehr wirksam bei Aufregungen oder Überanstrengung und bei nervösen Herzbeschwerden wie Unruhe und Herzklopfen (siehe hier). Die Zusammensetzung dieser Tropfen ist nicht einheitlich; hier ein probates Rezept, das man sich in der Apotheke mischen lassen kann:

Melissengeist 20,0

Ätherische Baldriantropfen 10,0

Pfefferminztinktur 10,0

Weißdorntinktur 10,0

• Anwendung: Bei Bedarf 10 bis 30 Tropfen auf Zucker oder in etwas Wasser einnehmen. (Diabetiker nur mit Wasser einnehmen. - In den Tropfen ist Alkohol enthalten.)

Melissen-Wein, Baldrian-Wein, Hopfen-Wein

Wein spielt in der Volksmedizin als Hausmittel eine wichtige Rolle. Als beruhigender Medizinalwein (Melissen-Wein, Baldrian-Wein oder Hopfen-Wein) kann er gegen nervöse Unruhe und bei Schlafstörungen erfolgreich eingesetzt werden.

• Zubereitung und Anwendung: 1 Liter Weißwein mit 30 Gramm der jeweiligen Heilpflanze (Melissenblätter, Baldrianwurzel oder Hopfenzapfen, feingeschnitten) versetzen und gut verschlossen etwa 2 Wochen bei Zimmerwärme ziehen lassen. Danach abseihen und durch ein engmaschiges Tuch oder ein Filterpapier filtern. Täglich 2- bis 3mal je 1 Schnapsglas Wein trinken.

Rotwein mit Zusätzen

Ein besonders wirksamer Schlummertrunk ist ein Auszug aus verschiedenen Heilpflanzen mit Rotwein. Der Ansatz ist mindestens 2 Wochen haltbar.

• Zubereitung und Anwendung: 10 Gramm Baldrianwurzel, 10 Gramm Hopfenblüten (Hopfenzapfen), 10 Gramm Melissenblätter, 10 Gramm Johanniskraut und 5 Gramm Lavendelblüten in einem Mörser fein zerstoßen und in eine Literflasche geben, die mit mittelschwerem Rotwein (etwa französischer Land wein) aufgefüllt wird. Diese Mischung gut durchschütteln, eine Stange Zimt dazugeben und 10 Tage ausziehen. Während dieser Zeit mindestens täglich 1mal umschütteln, anschließend abseihen. Vor dem Schlafengehen 1 Portweinglas Wein trinken.

Knoblauch

Knoblauch hilft bei allgemeiner Abgeschlagenheit und Leistungsminderung. Auch bei Schlafstörungen wird er in der Hausmittelmedizin angewandt.

Wer den Geruch frischer Knoblauchzehen nicht mag, kann auf die fertigen Knoblauchpillen, -kapseln oder -dragees (aus der Apotheke oder dem Reformhaus) zurückgreifen.

• Anwendung: Täglich 1 frische Knoblauchzehe (kleingeschnitten, etwa auf einem Butterbrot) essen, oder nach Angabe der Packungsbeilage.

Ginseng

Der Wirkungsmechanismus der Ginsengwurzel ist bis heute noch nicht vollständig erforscht. Fest steht, dass er die körpereigenen Abwehrkräfte mobilisiert, tonisiert (stärkt) und stimuliert. Menschen, die regelmäßig Ginseng einnehmen, fühlen sich wohler und damit zufriedener. Auch eine Aufhellung der Stimmungslage bei leichten Depressionen konnte festgestellt werden.

Ginseng gibt es als Dragees oder als Saft in der Apotheke oder im Reformhaus.

• Anwendung: nach Angabe der Packungsbeilage.

Milch-Fenchel-Honig

Milch mit Fenchel und Honig ist eine gute Einschlafhilfe.

• Zubereitung und Anwendung: 2 Teelöffel zerdrückter Fenchelfrüchte mit 1/4 Liter Vollmilch aufkochen, durch ein Sieb seihen und nach dem Abkühlen mit 2 Esslöffeln Bienenhonig verrühren. 1/2 Stunde vor dem Schlafengehen warm trinken. (Diabetiker keinen Honig verwenden.)

»Kinder-Tropfen«

»Kinder-Tropfen« ist der volkstümliche Name für ein probates Hausmittel, das bei Angst- und Unruhezuständen nicht nur Kindern gute Dienste leistet. Die Tropfen kann man sich in der Apotheke mischen lassen. Dies ist eine bewährte Rezeptur:

Kamillentinktur 10,0

Pfefferminztinktur 5,0

Wermuttinktur 5,0

Baldriantinktur 5,0

Hoffmannstropfen 5,0

• Anwendung: Bei Bedarf 10 Tropfen (Kinder) bis 30 Tropfen (Erwachsene) auf Zucker oder in etwas Wasser einnehmen. (Diabetiker nur mit Wasser einnehmen. - In den Tropfen ist Alkohol enthalten.)

Sulfur D4

Sulfur D4, die homöopathische Aufbereitung des Schwefels, hilft bei Ein- und Durchschlafstörungen.

• Anwendung: Abends vor dem Zubettgehen eine Tablette im Mund zergehen lassen. Oder zur Vorbereitung auf die Nacht 3mal täglich je 1 Tablette, als Zusatzgabe 1/4 Stunde vor dem Schlafengehen 1 Tablette einnehmen.

Avena sativa D2

Avena sativa D2, die homöopathische Aufbereitung des Hafers, hilft bei nervöser Erschöpfung sowie bei Ein- und Durchschlafstörungen.

• Anwendung: Abends vor dem Zubettgehen 15 bis 20 Tropfen in 1 Esslöffel Wasser einnehmen. (In den Tropfen ist Alkohol enthalten.)

Coffea D12

Coffea D12, die homöopathische Aufbereitung des Kaffees, ist ebenfalls bei Einschlafstörungen angezeigt.

• Anwendung: Abends vor dem Zubettgehen 1 Tablette im Mund zergehen lassen.

Baldrian-Bad

Bei Nervosität und Schlaflosigkeit wirken Kräuterbäder als zusätzliche Maßnahme ganz hervorragend. Wer die fertigen Badeextrakte aus der Apotheke bevorzugt, muss darauf achten, dass er die Heilbäder und nicht die kosmetischen Bäder kauft. Man kann die verschiedenen Kräuterbäder aber auch selbst herstellen.

Neben dem Baldrian-Tee oder den Baldrian-Tropfen wirkt auch das Baldrian-Bad so beruhigend und schlaffördernd, dass schon mancher in der Badewanne eingeschlafen ist! Wer an Schlafstörungen leidet, tut gut daran, vor dem Schlafengehen ein Baldrian-Bad zu nehmen.

• Zubereitung und Anwendung: 100 g Baldrianwurzel mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen, 10 Stunden ausziehen lassen und abseihen. Die Flüssigkeit dem Badewasser zusetzen.

Oder 200 bis 250 g Baldrian-Tinktur (aus der Apotheke) dem Badewasser zusetzen. Die empfohlene Badetemperatur liegt bei etwa 38° C, die empfohlene Badedauer bei etwa 15 Minuten.

Melissen-Bad

Bei Nervosität wirkt das Melissen-Bad ausgleichend und entkrampfend.

• Zubereitung und Anwendung: 50 bis 60 g Melissenblätter mit 1 Liter kaltem Wasser übergießen, zum Sieden erhitzen und nach 10 Minuten abseihen. Die Flüssigkeit dem Badewasser zusetzen.

Die empfohlene Badetemperatur liegt bei etwa 38° C, die empfohlene Badedauer bei etwa 15 Minuten.

Lavendel-Bad

Auch das Lavendel-Bad ist bei nervöser Gereiztheit sehr zu empfehlen, denn es entspannt und beruhigt.

• Zubereitung und Anwendung: 50 bis 60 g Lavendelblüten mit 1 Liter Wasser übergießen, zum Sieden erhitzen und nach 10 Minuten abseihen. Die Flüssigkeit dem Badewasser zusetzen.

Die empfohlene Badetemperatur liegt bei etwa 38° C, die empfohlene Badedauer bei etwa 15 Minuten.

Heublumen-Bad

Das Heublumen-Bad dient ebenfalls zur Beruhigung, ist aber auch wirksam bei allgemeiner Schwäche.

• Zubereitung und Anwendung: 500 g Heublumen mit 3 Liter Wasser übergießen, zum Sieden erhitzen und nach 30 Minuten abseihen. Die Flüssigkeit dem Badewasser zusetzen.

Die empfohlene Badetemperatur liegt bei etwa 38° C, die empfohlene Badedauer bei etwa 15 Minuten.

Kräuterkissen

Kräuterkissen sind schon seit alters her beliebt, denn die Dämpfe der ätherischen Heilpflanzen-Öle riechen nicht nur angenehm, sondern üben auch eine heilsame Wirkung auf den Organismus aus. Mit Dost, Quendel (Feldthymian), Hopfen und Lavendel (aus der Apotheke) gefüllt, hilft ein solches Kräuterkissen gegen Schlaflosigkeit.

• Zubereitung und Anwendung: Eine kleine Kissenhülle nähen, mit Verbandwatte polstern und in die Mitte die Duftkräuter (aus der Apotheke) hineingeben - eine Hälfte grob gepulvert, die andere Hälfte zerschnitten.

Für ein Kissen mit einer Kantenlänge von 15 x 15 cm sind etwa 20 Gramm von jeder Heilpflanze ausreichend. Das Duftkissen abends unter das Kopfkissen, unter die Bettdecke oder direkt unter den Kopf legen.

Essigstrumpf

Der Essigstrumpf ist ein einfaches, aber hilfreiches Hausmittel, das, von Pfarrer Kneipp empfohlen, gegen Nervosität und Einschlafstörungen hilft.

• Zubereitung und Anwendung: In 1/2 Liter zimmerwarmes Wasser 3 Esslöffel Essig geben. Baumwoll-Kniestrümpfe hineinlegen, auswringen und anziehen. Beide Beine mit wollenen Tüchern gut einwickeln; die Essigstrümpfe nach einer Stunde wieder ausziehen.

Wassertreten

Wassertreten, Tautreten und kurzes Umhergehen im Schnee oder auf kalten Steinen wirkt nicht nur herrlich erfrischend, sondern ist auch nützlich bei Schlafstörungen. Daneben ist es - bei regelmäßiger Anwendung - eine gute Abhärtungsmethode für Menschen, die nur geringe Widerstandskräfte gegen Erkältungen (siehe hier) haben.

Wichtig: Wer an behandlungsbedürftigen Herzerkrankungen leidet, darf diese Methode erst nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden!

• Anwendung: 1 bis 3 Minuten (nicht länger!) in kaltem Wasser, Tau, Schnee oder auf kalten Steinen umhergehen. Die Füße danach mit einem rauhen Tuch warmrubbeln.

Ganzkörperwaschung

Auch die Ganzkörperwaschung vor dem Schlafengehen fördert das Ein- und Durchschlafen.

• Anwendung: Den ganzen Körper mit einem Waschlappen von unten nach oben mit zimmerwarmem Wasser abwaschen. Nicht abtrocknen, sofort ins Bett gehen und gut zudecken.



Schlafstörungen, Nervosität, depressive Verstimmungen


Depressive Verstimmungen

Johanniskraut-Tee

Das Johanniskraut kann man als pflanzliches Antidepressivum bezeichnen. Es wirkt zwar nicht so stark, dass mit ihm die echten, schwer verlaufenden »endogenen« Depressionen behandelt werden könnten, doch bei symptomatischen und reaktiven Depressionen kann Johanniskraut die chemischen Antidepressiva oft ersetzen. Auch bei der vegetativen Dystonie eignet es sich als begleitendes Mittel. Dazu sollte aber zuvor auf jeden Fall der Arzt befragt werden. Die Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze üben eine leicht beruhigende Wirkung aus; nach einer kurmäßigen Behandlung über mehrere Wochen mit Johanniskraut kommt es zu einer deutlichen Aufhellung der Stimmungslage. Nachdem medizinische Forschungen die antidepressive Wirkung des Johanniskrauts bestätigt haben, wird es von immer mehr Ärzten verschrieben - nicht zuletzt deshalb, weil bei diesem Heilmittel keine Suchtgefahr besteht. Eine Teekur ist der Kur mit Johanniskraut-Öl vorzuziehen, weil der Wirkstoffgehalt im Tee größer ist.

Wichtig: Während einer Teekur mit Johanniskraut sollte man die pralle Sonne, Höhensonne oder Solarien meiden, da Johanniskraut lichtempfindlich macht.

• Zubereitung und Anwendung: 2 Teelöffel getrocknetes und geschnittenes Johanniskraut mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergießen, zum Sieden erhitzen und nach 3 Minuten abseihen. Kurmäßig über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen täglich 2 bis 3 Tassen ungesüßten Tee trinken.

Empfehlenswerte Teemischungen

Bei Tees und Teemischungen gegen depressive Verstimmung und Nervosität ist es wichtig, dass sie in ihrer Wirkung zwar entkrampfen, aber nicht müde machen. Dafür bieten sich zwei Teemischungen an, die man am Tage trinken kann, ohne dass die Konzentration am Arbeitsplatz oder beim Autofahren beeinträchtigt wird:

Melissen-Johanniskraut-Hopfen-Teemischung

Melissenblätter 20,0

Johanniskraut 20,0

Hopfenzapfen 5,0

Melissen-Johanniskraut-Baldrian-Teemischung

Melissenblätter 20,0

Johanniskraut 20,0

Baldrianwurzel 10,0

Hibiskusblüten (Rote Malve) 10,0

• Zubereitung und Anwendung: 2 Teelöffel der jeweiligen Mischung mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Kurmäßig über einen Zeitraum von etwa 6 Wochen täglich morgens und mittags je 1 Tasse ungesüßten Tee schluckweise trinken.

Baldrian-Johanniskraut- Teemischung

Das Problem von Menschen, die unter Schlafstörungen mit depressiver Verstimmung leiden, besteht darin, dass sie abends nicht entspannt, sondern beladen mit Ängsten und Sorgen ins Bett gehen. Sie sind davon überzeugt, nicht schlafen zu können und liegen oft stundenlang wach. Häufig sind es Menschen, die allein leben. Durch diese Teemischung lässt sich das Warten auf den Schlaf erleichtern und das Einschlafen fördern:

Baldrianwurzel 20,0

Johanniskraut 20,0

Melissenblätter 10,0

Passionsblumenkraut 10,0

• Zubereitung und Anwendung: 2 bis 3 Teelöffel der Mischung mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergießen, 12 Stunden unter gelegentlichem Umrühren ausziehen, anschließend abseihen; auf Trinktemperatur erwärmen und mit 1 Teelöffel Honig süßen. 1/4 Stunde vor dem Schlafengehen 1 Tasse Tee trinken. (Diabetiker nicht süßen.)

Melissen-Orangenblüten-Lavendelblüten-Teemischung

Hier noch eine Teemischung, die ausgleichend wirkt:

Melissenblätter 10,0

Orangenblüten 10,0

Lavendelblüten 10,0

Hagebuttenfrüchte mit Samen 10,0

Fenchelfrüchte 10,0

• Zubereitung und Anwendung: 2 Teelöffel der Mischung mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen. Bei Bedarf 1 Tasse ungesüßten Tee sehr warm und schluckweise trinken.

Johanniskraut-Öl

Wird Johanniskraut-Öl (aus der Apotheke) bei depressiven Verstimmungen angewendet, so ist in jedem Fall auch hier eine längere Kur notwendig. Die wohltuende Wirkung setzt erst nach 2 bis 3 Wochen ein.

Wichtig: Während einer Kur mit Johanniskraut-Öl sollte man die pralle Sonne, Höhensonne oder Solarien meiden, da Johanniskraut lichtempfindlich macht.

• Anwendung: Täglich 2- bis 3mal je 1 Teelöffel Johanniskraut-Öl ohne weitere Zusätze einnehmen.


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