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Hausapotheke

Bewährte Hausmittel zur Behandlung von Alltagsbeschwerden

Beschwerden im Kopfbereich


Zur Selbstbehandlung von Beschwerden im Kopfbereich

Schmerzen, die im Bereich des Kopfes auftreten, sind in der Regel äußerst unangenehm. Man möchte sie so schnell wie möglich wieder loswerden und die Versuchung, vorschnell zur Schmerztablette zu greifen, ist groß. Schmerztabletten aber sind nicht die Lösung des Problems, denn Schmerzen sind keine Krankheiten, sondern Alarmsignale des Körpers. Sie Zeigen auf, dass irgendwo etwas nicht stimmt. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, bei Schmerzen, die länger anhalten oder wiederholt auftreten, nach der Ursache zu forschen. Bei einem hohlen Zahn, der schmerzt, kann dies auch der Laie feststellen, und ein Katerkopfschmerz nach durchzechter Nacht ist ebenfalls leicht zu »diagnostizieren«. Alles was darüber hinausgeht, erfordert jedoch ärztliche Hilfe. Deshalb dürfen Hausmittel nur angewendet werden, wenn der Arzt mit einer solchen Begleittherapie einverstanden ist. Als Erste Hilfe sind sie dann erlaubt, wenn unverhofft, etwa am Wochenende oder während der Nacht, leichtere Schmerzen auftreten und kein sofortiger Arztbesuch möglich ist.


Kopfschmerzen

Sehr viele Menschen leiden in unserer hektischen Zeit an Kopfschmerzen oder Migräne. Die Ursachen dafür sind vielfältiger Art und müssen unbedingt vom Arzt abgeklärt werden.

Die Hausmittelmedizin hat hier bewährte, oft erstaunlich wirksame Mittel anzubieten. Da sie ohne Nebenwirkungen sind, lohnt es sich, sie zu versuchen.

Melissen-Tee

Die Wirkung des Melissen-Tees beruht auf seiner beruhigenden und krampflösenden Wirkung, die bei Kopfschmerzen und Migräne Linderung bringt. Melissen-Tee ist vor allem dann angezeigt, wenn die Ursache der Kopfschmerzen Stress oder Ärger ist.

• Zubereitung und Anwendung: 2 Teelöffel zerschnittene Melissenblätter mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, zugedeckt etwa 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Bei Bedarf täglich 3mal je 1 Tasse ungesüßten Tee sehr warm und schluckweise trinken.

Mutterkraut-Blätter

Vom Mutterkraut (Chrysanthemum parthenium, aus der Apotheke), auch Mutterkamille oder Fieberkraut genannt, wurde schon früher behauptet, dass es bei den zu Recht gefürchteten Migräneanfällen die Schmerzen lindert. Heute ist seine Anwendung wieder aktuell, nicht zuletzt deshalb, weil auch englische Wissenschaftler die heilsame Wirkung inzwischen bestätigt haben.

• Zubereitung und Anwendung: Kurmäßig über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen täglich 1 Teelöffel frische zerhackte Mutterkraut-Blätter oder täglich 1/4 Teelöffel getrocknete Mutterkraut-Blätter jeweils ohne weitere Zusätze einnehmen.

Chamomilla D4 oder Chamomilla D6

Chamomilla D4 oder Chamomilla D6, die homöopathische Aufbereitung der Kamille, hilft bei stechenden Kopfschmerzen vor allem übersensibler und gereizter Menschen.

• Anwendung: Bei Bedarf täglich 3- bis 5mal je 5 bis 10 Tropfen einnehmen. (In den Tropfen ist Alkohol enthalten.)

Digitalis D6

Digitalis D6, die homöopathische Aufbereitung des Fingerhuts, hilft vor allem jenen Menschen, die den drohenden Migräneanfall vorausahnen. Bei sofortiger Anwendung dieses Mittels bleibt der Anfall entweder aus oder sein Verlauf ist leichter und kürzer.

• Anwendung: Bei Bedarf stündlich 5 Tropfen einnehmen. (In den Tropfen ist Alkohol enthalten.)

Nux vomica D6

Nux vomica D6, die homöopathische Aufbereitung der Brechnuss, ist ein ausgezeichnetes Mittel bei Kopfschmerzen nach zuviel Alkohol oder Nikotin, wenn es also um die unangenehmen Folgen eines »Katers« geht.

• Anwendung: Bei Bedarf stündlich 5 Tropfen einnehmen. (In den Tropfen ist Alkohol enthalten.)

Meerrettich-Auflage

Die Meerrettich-Auflage ist ein altes Hausmittel gegen Kopfschmerzen, das auch gegen Zahnschmerzen (siehe hier) hilft.

Wichtig: Vorsichtig ausprobieren, ob man die Schärfe des geriebenen Meerrettichs verträgt.

• Zubereitung und Anwendung: 1/4 Stange Meerrettich auf einer scharfen Reibe zerkleinern, die Raspel mit 2 bis 3 Teelöffel Wasser versetzen und messerrückendick auf einem Leinentuch verteilen. Diese Auflage bei Kopfschmerzen auf den Nacken legen. Nach 3 bis längstens 5 Minuten muss sie wieder abgenommen werden. Sehr empfindliche Haut vorher mit ungesalzener Butter oder Schweinefett einreiben.

Eis-Auflage

Eine Auflage mit Eisstückchen ist ein einfaches Mittel, um Kopf- und Migräneschmerzen zu lindern.

• Anwendung: Ein Mulltuch auf Stirnbreite zusammenfalten, Eisstückchen hineingeben und das Tuch auf die Stirn legen.

Eukalyptus-Öl, Pfefferminz-Öl

Kopfschmerzen, die mit Eukalyptus-Öl oder mit Pfefferminz-Öl (aus der Apotheke) behandelt werden, verschwinden oft schnell und nachhaltig.

Wichtig: Manche Menschen reagieren auf ätherische Öle mit Hautjucken. Tritt eine solche Reaktion bei der Anwendung dieses Hausmittels auf, muss es sofort abgesetzt werden.

Für Säuglinge und Kleinkinder unter 5 Jahren ist diese Anwendung nicht geeignet.

• Zubereitung und Anwendung: 10 Gramm Eukalyptus-Öl oder 10 Gramm Pfefferminz-Öl mit der gleichen Menge 70%igem Alkohol (aus der Apotheke) mischen und bei Bedarf die schmerzenden Stellen - Stirn, Schläfen und Nacken - mit einigen Tropfen dieser Mischung einreiben.

Johanniskraut-Öl

Auch Johanniskraut-Öl (aus der Apotheke) lindert Kopfschmerzen.

Wichtig: Sonnenbäder, Solarien oder Höhensonne sollen während der Anwendung von Johanniskraut-Öl vermieden werden, da Johanniskraut lichtempfindlich macht.

• Anwendung: Bei Bedarf 2 bis 3 Tropfen Johanniskraut-Öl auf Stirn, Schläfen und Nacken reiben.

Kaltes Armbad

Das kalte Armbad macht einen klaren Kopf und regt an. Auch leichte Kopfschmerzen lassen sich oft schnell damit beheben. Manchmal genügt es schon, nur Puls und Schläfen mit einem in kaltem Wasser angefeuchteten Taschentuch kurz zu betupfen.

Wichtig: Wer an behandlungsbedürftigen Herzkrankheiten leidet, darf diese Methode erst nach Absprache mit dem Arzt anwenden!

• Anwendung: Hände und Unterarme einige Minuten unter fließendes kaltes Wasser halten, anschließend die Haut mit einem rauhen Handtuch trockenrubbeln.


Zahnschmerzen

Jeder weiß, wie unerträglich Zahnschmerzen sein können, selbst dann, wenn sie nur durch ein kleines Kariesloch verursacht sind. Jeder »hohle« (kariesgeschädigte) Zahn muss unverzüglich vom Zahnarzt behandelt werden. Die hier empfohlenen Hausmittel sind deshalb nur für den Notfall gedacht, wenn der Zahnarzt etwa an Feiertagen oder während der Nacht nicht erreichbar ist.

Nelken-Öl

In mancher Hausapotheke steht ein Fläschchen »Zahntropfen« mit dem ätherischen Öl der Gewürznelke (aus der Apotheke). Im Notfall, wenn der Zahnarzt nicht erreichbar ist, kann Nelken-Öl als Erste Hilfe die Schmerzen vorübergehend lindern. Dagegen haben auch die Zahnärzte nichts einzuwenden.

Anwendung: Bei Bedarf 1 Tropfen Nelken-Öl in den kariösen Zahn geben.

Meerrettich-Auflage

Die Meerrettich-Auflage ist nicht nur bei Kopfschmerzen (siehe hier) angezeigt, sondern wirkt auch gegen Zahnschmerzen.

Wichtig: Vorsichtig ausprobieren, ob man die Schärfe des geriebenen Meerrettichs verträgt.

• Zubereitung und Anwendung: 1/4 Stange Meerrettich auf einer scharfen Reibe zerkleinern, die Raspel mit 2 bis 3 Teelöffeln Wasser versetzen und messerrückendick auf einem Leinentuch verteilen. Diese Auflage bei Zahnschmerzen auf die Wange legen. Nach 3 bis längstens 5 Minuten muss sie wieder abgenommen werden. Sehr empfindliche Haut sollte zuvor mit ungesalzener Butter oder Schweinefett eingerieben werden.

Weißkohl-Auflage

Ein altes Mittel aus der Volksmedizin ist das Auflegen von Weißkohlblättern bei Zahnschmerzen. Durch diese Anwendung sollen sich die Zahnschmerzen schon nach 30 Minuten abschwächen.

• Zubereitung und Anwendung: Frische Weißkohlblätter von der Mittelrippe befreien, mit einem Nudelholz so lange walken, bis sie weich sind und auf ein Leinenläppchen legen. Diese Auflage gegen die Wange über dem schmerzenden Zahn drücken.


Ohrenschmerzen

Wer schon einmal heftige Ohrenschmerzen erlebt hat, weiß, dass sie einen fast zur Raserei bringen können. Zu betonen, dass in solchen Fällen umgehend der Arzt zu Rate gezogen werden Mus, erübrigt sich fast von selbst. Erkrankungen des Ohres müssen vom Arzt behandelt werden.

Oft treten Ohrenschmerzen urplötzlich auf, etwa nach Zugluft oder während der Nacht. Für solche Fälle - aber auch nur dafür! - hat die Hausmittelmedizin einige Mittel anzubieten.

Königs-Öl

Für akute Ohrenschmerzen eignet sich eine Zubereitung aus Königskerzenblüten (Wollblumen) und Oliven-Öl. Das Königs-Öl leistet auch bei Gehörgangsekzemen gute Dienste.

• Zubereitung und Anwendung: 30 Gramm frische Königskerzenblüten (aus der Apotheke) leicht zerzupft in eine ungetönte Flasche geben und mit 100 Gramm reinem, kaltgepresstem Oliven-Öl versetzen. Diesen Ansatz 3 bis 4 Wochen in die Sonne stellen und täglich gut durchschütteln; danach durch ein Leinentuch abseihen.

Bei akuten Ohrenschmerzen bis zu 3mal täglich mit einer Pipette (aus der Apotheke) je 3 Tropfen Königs-Öl in das schmerzende Ohr träufeln.

Chamomilla D4 oder Chamomilla D6

Chamomilla D4 oder Chamomilla D6, die homöopathische Aufbereitung der Kamille, ist auch bei akuten Ohrenschmerzen angezeigt. Der Betroffene ist in reizbarer, launischer oder zorniger Stimmung. Auf die Ohrenschmerzen reagiert er (über-) empfindlich. Manchmal ist eine Wange gerötet, die andere blass.

 Anwendung: Bei Bedarf halbstündlich je 5 Tropfen einnehmen. (In den Tropfen ist Alkohol enthalten.)

Belladonna D4 oder Belladonna D6

Auch Belladonna D4 oder Belladonna D6, die homöopathische Aufbereitung der Tollkirsche, ist hilfreich bei akuten Ohrenschmerzen. Treten die Schmerzen sehr plötzlich auf, fühlt sich das Ohr heiß und trocken an und ist es gerötet, dann ist Belladonna angezeigt. Der Betroffene ist unruhig und aufgeregt. Er mag es lieber warm als kalt haben und reagiert empfindlich auf Licht, Geräusche oder Berührungen. Nachts geht es ihm meistens schlechter als während des Tages.

• Anwendung: Bei Bedarf halbstündlich je 5 Tropfen einnehmen. (In den Tropfen ist Alkohol enthalten.)

Aconitum D4 oder Aconitum D6

Aconitum D4 oder Aconitum D6, die homöopathische Aufbereitung des Eisenhuts, ist ein weiteres Mittel bei akuten Ohrenschmerzen, vor allem bei jenen, die durch Zugluft ausgelöst wurden. Es ist vor allem dann angezeigt, wenn das Gesicht des Betroffenen rot und aufgedunsen und das Ohr rot, heiß und geschwollen ist. Die Schmerzen sind stechend oder pochend und treten vor allem nachts auf. Der Patient verlangt nach kalten Getränken.

• Anwendung: Bei Bedarf halbstündlich je 5 Tropfen einnehmen. (In den Tropfen ist Alkohol enthalten.)


Nasenbluten

Kaltes Wasser

Plötzliches, heftiges Nasenbluten, hervorgerufen durch das Platzen kleiner Äderchen in der Nase nach einem Stoß oder Schlag, lässt sich mit kaltem Wasser schnell zum Stillstand bringen. Ist dies nach spätestens 30 Minuten nicht der Fall, muss unbedingt der Arzt hinzugezogen werden.

Auch wer häufig unter Nasenbluten leidet, das nicht durch äußere Einwirkung auftritt, muss die Ursache durch den Arzt abklären lassen.

• Anwendung: Tücher mit kaltem Wasser befeuchten und auf Nase, Stirn und Nacken legen; während dieser Zeit weder sprechen noch sich schneuzen.

Bindfaden

Zu Nasenbluten noch ein kurioser Rat, den ich als Reim schon in der Schule gelernt habe. Nach eigener Erfahrung wirkt er tatsächlich prompt.

»Tut nicht weh, doch schafft es Qual, blutet Dir die Nase mal. Kleinen Finger linker Hand, mit dem Faden fest umspannt. Darfst nicht warten, musst Dich sputen, schnell hört Nase auf zu bluten.«

• Mit anderen Worten: Wenn die Nase blutet, und das Blut aus dem rechten Nasenloch fließt, wird der kleine Finger der linken Hand zwischen dem vorderen und mittleren Gelenk mit einem Bindfaden für etwa 2 Minuten umwickelt. Fließt das Blut aus dem linken Nasenloch, wird der rechte kleine Finger auf die gleiche Weise umwickelt, blutet es aus beiden Nasenlöchern, müssen beide Finger umwickelt werden.


 

Beschwerden im Kopfbereich


Heuschnupfen, Pollenallergie

Kalter Gesichtsguss

Ein kalter Gesichtsguss ist ein altes Hausmittel gegen Heuschnupfen.

• Anwendung: Regelmäßig täglich 2mal den Duschkopf auf die Nase richten und für etwa 5 bis 10 Sekunden kaltes Wasser darüber laufen lassen.

Mokka

Die Hausmittelmedizin empfiehlt bei Pollen-Allergie einen kräftigen Mokka. Dadurch wird die Sensibilität der Schleimhäute gegen die Pollen herabgesetzt. Wenn der Arzt Kaffee nicht verboten hat, darf man dieses Mittel getrost ausprobieren.

• Anwendung: Regelmäßig morgens und mittags einen kräftigen Mokka trinken.


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