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Wellness - Das Fasten

Die Fastenkur - das große Naturheilmittel bei ernährungsabhängigen Krankheiten

Ergänzende Maßnahmen während der Fastenkur

Abgesehen vom Verzicht auf Nahrung sieht die Fastenkur noch verschiedene ergänzende Maßnahmen vor, die zur optimalen Wirkung unentbehrlich oder zumindest zu empfehlen sind. Dazu gehört vor allem die gründliche Darmreinigung, ohne die keine Fastenkur durchgeführt wird. Ferner unterstützen ausreichend Gymnastik und Sport, Atemgymnastik, Entspannungstraining und natürlich der strikte Verzicht auf alle Genussmittel die Wirkung der Kur.

Darüber wurde zum Teil weiter vorne schon berichtet, so dass wir uns hier auf eine kurze Zusammenfassung beschränken können. Ohnehin werden die einzelnen Maßnahmen stets vom Therapeuten individuell verordnet und hängen auch vom speziellen Kurprogramm ab, das an den verschiedenen Kliniken und Sanatorien angeboten wird.

Gründliche Darmreinigung

Die Entschlackung und Entgiftung gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer Fastenkur. Zum Teil erfolgt sie über die Nieren; deshalb muss während des Fastens reichlich getrunken werden, damit die Gift- und Schlackenstoffe aus den Geweben ausgeschwemmt werden können. Ein großer Teil der angesammelten Schadstoffe geht aber über den Darm ab. Da während der Fastenkur keine Ballaststoffe zur Stuhlentleerung zugeführt werden, muss der Darm ausnahmsweise durch abführende Mittel gereinigt werden. Dazu eignen sich vor allem Glaubersalz und Einlaufe.

Glaubersalz gehört zu den seit langem bekannten, mild abführenden Mitteln. Es wird nach Anweisung des Therapeuten - in der Regel mit 40 g auf 3 A 1 Wasser - verabreicht. Die Lösung sollte in 10-20 Minuten morgens nüchtern getrunken werden. Danach kommt es meist zu mehreren, teils dünnflüssigen Stuhlentleerungen im Verlauf des Tages. Daran muss man denken, wenn man zum Beispiel einen längeren Spaziergang unternehmen will.

Die Glaubersalzlösung schmeckt unangenehm, deshalb darf man zur Verbesserung des Geschmacks etwas Obstsaft zufügen. Inzwischen gibt es aber auch Arzneimittel mit Abführsalzen, die ähnlich wie das Glaubersalz wirken, aber weit besser schmecken. Die Verordnung liegt beim Therapeuten. Unter Umständen genügt die abführende Wirkung des Glaubersalzes nicht zur gründlichen Darmreinigung. Dann werden regelmäßig Einläufe (Klistiere) durchgeführt. Dazu führt ein Helfer das eingefettete Einlaufrohr in den Enddarm ein und öffnet dann das Ventil des höher aufgehängten, mit handwarmem Wasser oder spezieller Klistierlösung gefüllten Irrigators. Durch den Falldruck gelangt die Flüssigkeit in den Darm und führt nach kurzer Zeit zur Stuhlentleerung.

Zum Teil werden während der Fastenkur auch noch Darmbäder durchgeführt, die den Darm noch gründlicher reinigen. Sie erfordern aber besondere Apparaturen, die nicht in allen Kuranstalten vorhanden sind.

Unter keinen Umständen dürfen Abführsalze oder Einlaufe nach der Fastenkur zur regelmäßigen Darmentleerung missbraucht werden. Auch die milden, angeblich unschädlichen pflanzlichen Abführmittel schädigen bei regelmäßigem Gebrauch unweigerlich die Darmschleimhaut. Vollwertige Ernährung mit ausreichend pflanzlichen Ballaststoffen fördert die regelmäßige Stuhlentleerung, bei Bedarf kann man zusätzlich Diätmittel mit Leinsamen und Weizenkleie einnehmen (reichlich Flüssigkeit dazu trinken, damit die Fasern im Darm auch aufquellen können). Lediglich bei akuter Stuhlverstopfung darf vorübergehend einmal ein mildes Abführmittel als das kleinere Übel verabreicht werden, gewöhnlich kommt man bei vollwertiger Ernährung aber ohne solche Arzneimittel aus. Die gründliche Darmreinigung während der Fastenkur trägt viel dazu bei, die Gefahren der verbreiteten chronischen Darmträgheit zu vermindern. Die alten Ärzte der Antike lehrten »der Tod kommt aus dem Darm«. Das trifft sicher nicht für jede Krankheit zu, aber in vielen Fällen spielen die Gift- und Schlackenstoffe, die sich im Darm ansammeln und daraus zum Teil wieder in den Körper aufgenommen werden, doch eine wichtige Rolle.

Bewegungstherapie

In der Regel gehört zur Fastenkur das regelmäßige Bewegungsprogramm unter fachlicher Anleitung in der Gruppe. Zum Bewegungsprogramm an der Kurpark-Klinik in Überlingen während der Fastenkur gehören Gymnastik, Sport und Schwimmen an der frischen Luft oder in der Halle und gemeinsame Wanderungen in der Umgebung. Die körperliche Belastung richtet sich dabei nach dem individuellen Leistungsvermögen, das sich im Verlauf der Kur allmählich verbessert. Auch ältere Menschen, die jahrzehntelang nicht mehr körperlich trainiert haben, können noch mit einem angemessenen Ausdauertraining beginnen, das allmählich ihre körperliche Leistungsfähigkeit verbessert und Risikofaktoren für die Gesundheit abbaut. Bewegungsmangel gehört zu den häufigsten Fehlern der Lebensweise des heutigen Menschen. Er begünstigt zusammen mit der ungesunden Ernährung unter anderem Übergewicht, Herz-Gefäß-Krankheiten, Stoffwechselstörungen und nicht zuletzt frühzeitige Verschleißerscheinungen an den Gelenken und der Wirbelsäule. Deshalb sollte man die radikale Veränderung der Lebensgewohnheiten während einer Fastenkur auch zum Anlass nehmen, wieder mit dem ungewohnten körperlichen Training zu beginnen, das dann natürlich über die Kur hinaus konsequent beibehalten wird.

Beim Training geht es nicht darum, Höchstleistungen mit plötzlicher Kraftentfaltung zu erzielen, das nutzt der Gesundheit wenig. Vielmehr muss die Ausdauer trainiert und allmählich wieder verbessert werden. Jede Überanstrengung ist zu vermeiden, das gilt auch für das Bewegungsprogramm nach der Kur.

Grundlage des täglichen Bewegungsprogramms bilden 5-10 Minuten Gymnastik am Morgen und Abend unter offenem Fenster oder mit der Gruppe im Freien. Dadurch werden vor allem die Rücken-, Bauch- und Fußmuskeln gekräftigt und die Beweglichkeit der Gelenke und Wirbelsäule wieder verbessert. Bei Bedarf - insbesondere bei rheumatischen Erkrankungen - kann der Therapeut im Einzelfall auch Krankengymnastik verordnen.

Neben der Gymnastik sollte man während der Fastenkur mit Sport beginnen, der die Ausdauer und Beweglichkeit weiter verbessert. Spaziergänge und Wanderungen in flottem Tempo mit der Gruppe, Ball- und andere Spiele im Freien und das Schwimmen gehören zu den am besten geeigneten Sportarten während der Fastenkur. Das hängt auch mit davon ab, welche Möglichkeiten die verschiedenen Kliniken und Sanatorien im Begleitprogramm anbieten und was der Therapeut empfiehlt. Sport und Gymnastik tragen während der Fastenkur unter anderem durch Anregung des Stoffwechsels und bessere Sauerstoffversorgung mit zum Kurerfolg bei. Deshalb darf man nicht versuchen, sich vor der ungewohnten Anstrengung zu drücken. Und natürlich muss das tägliche Bewegungsprogramm nach der Kur zur regelmäßigen Gesundheitsvorsorge beibehalten werden.

Atemgymnastik

Rund 50% aller Bewohner der westlichen Industrienationen atmen falsch Das hängt unter anderem mit dem Stress und der Hektik des Alltags zusammen, die zur gehetzten Kurzatmung führen. Da der Organismus dadurch weniger lebenswichtigen Sauerstoff erhält, werden viele Körperfunktionen gestört und Krankheiten begünstigt.

Gymnastik und Sport führen durch die körperliche Anstrengung allein schon zur vertieften Atmung mit besserer Sauerstoffversorgung. Darüber hinaus kann die Atmung aber nach fachlicher Anleitung noch gezielt trainiert werden, sofern das Kurprogramm dazu eine Möglichkeit bietet Dadurch erreicht man auch eine Beruhigung des Nervensystems und Seelenlebens, die mit zur geistig-seelischen Umstimmung beiträgt.

Das Ziel der Atemgymnastik besteht darin, die tiefe Vollatmung in Bauch und Brust so lange einzuüben, bis man in jeder Alltagssituation ganz automatisch wieder ruhig und tief atmet. Während der Fastenkur können dazu die Voraussetzungen geschaffen werden, danach behält man die Übungen am besten noch längere Zeit oder laufend bei.

Vorsicht ist geboten bei organischen Herz-, Lungenkrankheiten und anderen ernsteren Störungen der Atmung. Zwar kann die Atemgymnastik auch in solchen Fällen angezeigt sein, aber nur nach Zustimmung des Therapeuten und (zumindest anfangs) immer nur unter fachlicher Anleitung, da sonst unerwünschte Nebenwirkungen auftreten können.

Atemgymnastik ist während einer Fastenkur zwar nicht unbedingt erforderlich, wenn das Kurprogramm die Möglichkeit dazu bietet, sollte man sie aber nützen. Der Kurerfolg wird dadurch oft noch weiter verbessert und man bereitet sich gut auf das gesündere Leben nach der Kur vor.

Entspannungstraining

Auch Entspannungsübungen sind kein absolutes Muss während der Fastenkur, aber als Begleittherapie grundsätzlich immer zu empfehlen. Da viele Entspannungstechniken eine längere Trainingszeit erfordern, ehe man sich in tiefe Entspannung versetzen kann, empfiehlt es sich, damit bereits in der Vorbereitungsphase auf die Kur zu beginnen. Es spricht aber auch nichts dagegen, wenn die Entspannung erst unter fachlicher Anleitung im Rahmen des Kurprogramms erlernt und nachher beibehalten wird. Nur kann man dann die Entspannung noch nicht richtig nutzen, um sich positiv auf die Fastenkur einzustimmen und die Probleme der ersten Fastentage leichter zu bewältigen. Unter anderem lassen sich durch Entspannungstraining Hunger, Gereiztheit, innere Unruhe und andere seelische Folgen des Nahrungsverzichts und Schlafstörungen günstig beeinflussen, außerdem kann die geistig-seelische Umstimmung während der Fastenkur und die Motivation zum Durchhalten verstärkt werden.

Welche Form der Entspannungstherapie man auswählt, hängt vom Programm der Kuranstalt und von den persönlichen Vorlieben ab. Einfache Übungen können vielen Menschen schon recht gut helfen, besser wirken aber meist die systematisch aufgebauten Techniken. Vor allem das autogene Training hat sich bestens bewährt; neben dem systematischen Einüben der tiefen Entspannung bietet es auch noch die Möglichkeit zur positiven Selbstbeeinflussung.

Bei uns noch wenig bekannt ist die progressive Relaxation des Amerikaners Jacobson. Im Gegensatz zum autogenen Training arbeitet sie nicht nur mit Vorstellungen von der Entspannung, sondern macht die Entspannung durch Anspannung und Lösung verschiedener Muskelgruppen deutlicher spürbar.

Ferner können Joga - meist als »West-Joga« ohne den weltanschaulichen Unterbau der indischen Lehre betrieben -, transzendentale Mediation , die Benson-Zähltechnik und andere, weniger gebräuchliche Entspannungstechniken im Einzelfall empfohlen werden. Im Vergleich zum autogenen Training bieten sie alle aber keine nennenswerten Vorteile, so dass man grundsätzlich diese von dem Berliner Nervenarzt Professor J. H. Schultz entwickelte Technik bevorzugen sollte. Sie kommt dem westlichen Denken am nächsten und hat sich in den vergangenen 50 Jahren bei Millionen Menschen bewährt. Unabhängig von einer Fastenkur kann das autogene Training natürlich auch bei vielen Alltagsproblemen gut helfen. Erlernt wird es in der Regel im Einzel- oder Gruppenkurs beim Therapeuten, an der Volkshochschule oder - wenn es wirklich nicht anders geht - selbständig nach einem Buch oder einer Tonkassette.

Entspannungsübungen sollten während der Fastenkur möglichst 3mal täglich durchgeführt werden, und zwar morgens gleich nach dem Erwachen, abends vor dem Einschlafen und irgendwann - bevorzugt in der Ruhepause am Mittag - im Verlauf des Tages. Später im Alltag genügt es dann, 1- bis 2mal täglich regelmäßig zur seelischen Gesundheitsvorsorge zu üben. Wenn die Anfangsschwierigkeiten erst einmal überwunden sind und erste Erfolgserlebnisse sich eingestellt haben, wollen viele Menschen auf diese Lebenshilfe überhaupt nicht mehr verzichten.

Verzicht auf Genussmittel

Genussmittel lassen sich mit gesunder Lebensführung, allgemein und insbesondere mit dem Zweck einer Fastenkur nicht vereinbaren. Der Verzicht darauf bildet deshalb die unabdingbare Grundvoraussetzung jeder erfolgreichen Fastenkur.

Manche Genussmittel fallen beim Fasten von vornherein weg, weil man ja keine Nahrung zuführt. Das gilt vor allem für Süßigkeiten, Gebäck, Kuchen, Speiseeis, Schokolade und ähnliche denaturierte Kohlenhydrate, die oft maßgeblichen Anteil an den Zivilisationskrankheiten haben. Wer daran gewöhnt ist, solche Genussmittel regelmäßig zu verwenden, sollte unbedingt der (häufigen) Versuchung widerstehen, sie während der Fastenkur heimlich zu verzehren, denn das schränkt die Erfolgsaussichten deutlich ein. Außerdem muss man während der Fastenkur auf die meist gewohnten anregenden Genussmittel verzichten, also Kaffee, Schwarztee, Colagetränke, Kakao und ähnliches. Bei regelmäßigem Gebrauch gefährden sie ebenfalls die Gesundheit, so dass man die Fastenkur zum Anlass nehmen sollte, sich davon wieder zu »entwöhnen«.

Von selbst sollte es sich eigentlich verstehen, dass Alkoholika und das Genussgift Nikotin während der Fastenkur strikt verboten sind. Wer sich dazu nicht entschließen kann, tut oft besser daran, auf die Fastenkur überhaupt zu verzichten, da ihr Erfolg dann ohnehin von vornherein eingeschränkt wird und nicht lange anhalten kann.

Am besten beginnt man mit der Entwöhnung von den Genussmitteln rechtzeitig vor Beginn der Kur, spätestens in der Woche davor, dann fällt der Verzicht während der ersten Kurtage nicht mehr so schwer. Aber nicht nur während der Fastenkur, auch danach muss der Umgang mit Genussmitteln konsequent geändert werden, sonst drohen bald wieder die alten Beschwerden.

• Auf Nikotin muss von nun an strikt lebenslang verzichtet werden, dann können sich selbst nach langjährigem Missbrauch die körperlichen Schäden allmählich (zumindest teilweise) zurückbilden.

• Gegen Alkohol bestehen bei Gesunden keine grundsätzlichen Bedenken, sofern er wirklich nur mäßig und kontrolliert getrunken wird. Es gibt Hinweise darauf, dass er dann sogar der Gesundheit nützen kann. (Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen -notwendig ist Alkoholkonsum natürlich nicht zur Gesundheitsvorsorge.) Das gilt aber nur für leichte Alkoholika, also Bier, trockener Wein und Sekt; süße Liköre und alle härteren Alkoholika sind strikt verboten.

• Problematisch ist auch der Kaffee, den die meisten Menschen überhaupt nicht als Genussmittel betrachten. Unter anderem kann er zu Gallenblasen- und Leberleiden, chronischen Magen-Darm-Reizungen, erhöhten Blutfettwerten und zur »Zerrüttung« des Nervensystems führen; ferner gibt es Anzeichen dafür, dass er auch das Krebsrisiko (vor allem der Bauchspeicheldrüse) erhöhen kann. Die schädliche Wirkung steht mit der Dosis in Zusammenhang. Eine Tasse Kaffee am Tag, aus koffein- und röststoffarmen Sorten nicht zu stark zubereitet und mit Milch, aber ohne Zucker getrunken, wird Gesunden kaum schaden, aber alles, was darüber hinausgeht, bedeutet bereits eine Gefahr. Das gilt vor allem dann, wenn der Kaffee im Übermaß als Aufputschmittel missbraucht wird.

Wer unter zu niedrigem Blutdruck leidet und deshalb häufiger Kaffee trinkt, sollte als Alternative den Rosmarintee verwenden, der ähnlich gut kreislaufstabilisierend wirkt

• Für Schwarztee, der ebenfalls Koffein (früher Thein genannt) enthält, gilt sinngemäß, was zum Kaffee gesagt wurde.

• Strikt zu meiden sind alle Getränke mit Koffein (vor allem die Colaprodukte), die auch noch viel Zucker und chemische Stoffe enthalten. Auch Limonaden mit Zucker, chemischen Zusätzen und Chinin (Tonicwässer) gehören zu den gesundheitsschädlichen Genussmitteln.

• Schließlich muss man nach der Fastenkur auch auf alle denaturierten Kohlenhydrate verzichten. Dazu gehören Zucker, damit hergestellte Süßigkeiten, Schokolade, Nahrungsmittel aus Weißmehl (wie Weißbrot, Brötchen, Teigwaren) und polierter Reis, die hauptsächlich »leere« Kalorien enthalten.

Auf die gesundheitsbewusste Ernährung nach der Fastenkur kommen wir später nochmals ausführlicher zu sprechen.


     


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