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Heilpflanzen und ihre Kräfte

Ein Ratgeber für Fragen der Gesundheitsmedizin auf natürlicher Basis

Heilpflanzenlexikon - Farbige Abbildungen und Beschreibungen der 247 wichtigsten Heilpflanzen

(Fortsetzung)

CEPHAELIS IPECACUANHA BRECHWURZEL

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CEPHAELIS IPECACUANHA

BRECHWURZEL

Rubiaceae

SAm, SO-As, S-NAm

Die Brechwurzel, früher als brecherregendes Mittel verwendet, wächst als 30-50 cm hoher Strauch in den feucht-heißen Regenwäldern Mittel- und Sudamerikas Die Blätter sind kurz gestielt, länglich elliptisch und stehen in 2-6 Paaren. Weiße, fünfzählige Blütenkorollen bilden köpfchenförmige Blütenstände, die von 4-6 Hüllblättern umgeben sind. Aus dem Fruchtknoten bildet sich eine fleischige, kaum erbsengroße Steinfrucht. Zur Gewinnung wird die Pflanze ausgegraben, die Nebenwurzeln abgeschnitten und das ganze Gewächs wieder eingepflanzt (wilde Kulturen). So wird verhütet, dass die Brechwurzel mit der Zeit ausstirbt, obwohl sie neuerdings auch in anderen Kontinenten (Malaysia) angebaut wird. Wir finden ihre Wirkstoffe in vielen Hustenpräparaten. Der Hauptwirkstoff Emetin ist heute noch das Standardmittel gegen Amöbenruhr.

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CETRARIA ISLANDICA

ISLÄNDISCHES MOOS, RENTIERFLECHTE

Parmeliaceae

M + N-Eur, N-As, NAm

Isländisch-Moos ist kein Moos, sondern eine Flechtenart, das sind in Symbiose lebende Pilze und Algen. Es wächst zwischen Moos und Gras, besonders in Nadelwäldern nebliger Gebirge. Der strauchartige, vielfach gelappte Thallus, beiderseits kahl, hat einen steifen, dickgefransten Rand. An den runden Endzipfeln stehen bräunliche Schuppen und kleine Warzchen. Die Farbe der Flechte ist oberseits olivgrün oder grünlichgrau, auf der unteren Seite heller bis weißlich. Absterbende Pflanzen verfärben sich rostbraun. Das Gewächs enthält reichlich Kohlenhydrate und dient den nordischen Wildtieren als Nahrungsreserve Neuerdings hat man neben Vitaminen auch antibiotische Wirkstoffe entdeckt, die zusammen mit den Schleimstoffen verschiedene Heilwirkungen erwarten lassen. Isländisch-Moos wird auch von der modernen Wissenschaft als Heilpflanze anerkannt.

CETRARIA ISLANDICA ISLÄNDISCHES MOOS, RENTIERFLECHTE
CHELIDONIUM MAIUS SCHÖLLKRAUT, WARZENKRAUT

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CHELIDONIUM MAIUS

SCHÖLLKRAUT, WARZENKRAUT

Papaveraceae

Eur, N-Afr, As, NAm

In der Volksmedizin ist Schöllkraut seines in Stengel und Rhizom fließenden, intensivorange färbenden giftigen Milchsaftes wegen bekannt Damit lassen sich Warzen vertreiben, daher der Name Warzenkraut. Diese Anwendung kann aber zu Geschwüren führen! Wir finden das anspruchslose Kraut auf Schutthalden, an Mauern, selbst zwischen Steinen, in schattigen Gebüschen, wo es unentwegt vom Mai bis Oktober blüht und fruchtet. Aus dem fingerdicken, innen rotgelben Wurzelstock wächst der aufrechte hohle knotige, abstehend behaarte Stengel 40-80 cm hoch. Sowohl die Blätter der Grundrosette wie jene des Stengels sind zwei- bis vierpaarig gefiedert, rundlich und buchtig gekerbt, auf der Oberseite saftig hellgrün, unterseits graugrün. 4 Kronenblätter von leuchtendem Gelb formen die Blüten, die zu 2-6 in langgestielten Dolden stehen. Bis 5 cm lange grüne Schoten enthalten die kleinen schwarzen Samen, die durch Ameisen verbreitet werden. Schöllkraut ist eine Giftpflanze.

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CHIONANTHUS VIRGINICUS

SCHNEEFLOCKENBAUM

Oleaceae

NAm, Eur

Zu den Ölbaumgewächsen gehören als wichtigster Vertreter der eigentliche Ölbaum, der Olivenbaum, ferner die Eschen, der Flieder und der Liguster. Auf dem amerikanischen Kontinent zählt noch der Schneeflockenbaum dazu. Er bevorzugt als Standort Flussufer und feuchte Gebüsche. Als Strauch wird das Gewächs ca. 3 m hoch, als Baum bis 10 m. Der Stamm von ca. 20 cm Dicke trägt eine graubraune Rinde. Die Zweige sind dunkelgrün und leicht behaart, die Blätter ca. 10-20 cm lang, elliptisch-eiförmig mit dunkelgrün glänzender Oberseite und hellerer, im Frühstadium behaarter Unterseite. Aus Knospen an vorjährigen Zweigen treiben die langen Blühstengel mit weißen Blütenrispen. Die vier Kronblätter bilden lange schmale, bis 3 cm lange Zungen. Im Herbst reifen länglichovale dunkelblaue Steinfrüchte. Medizinisch verwenden wir die Wurzelrinde, die frische Zweigrinde.

CHIONANTHUS VIRGINICUS SCHNEEFLOCKENBAUM
CHONDRUS CRISPUS IRLÄNDISCHES MOOS, CARRAGEEN

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CHONDRUS CRISPUS

IRLÄNDISCHES MOOS, CARRAGEEN

Gigartinaceae

N+W-Eur, O-NAm

Weder das Isländische Moos (Cetraria islandica) noch das Irländische Moos gehören botanisch zu den Moosen. Cetraria ist eine Flechte und Chondrus eine Rotalge, die an den Atlantikküsten von Europa und Nordamerika unmittelbar unter dem Wasserspiegel mit Haftscheiben an Steinen und Felsen festgehalten werden. Der Thallus (Pflanzenkörper) bildet 15-20 cm lange knorpelige, gegabelte Äste, die flache oder rinnige, breite und schmale Bänder bilden. Obwohl die Zellen Chlorophyll enthalten, scheinen sie infolge eines speziellen Farbstoffs je nach Lichtintensität rot, violett bis braun. Die gallertig-fleischigen Algen werden bei Ebbe mit den Händen oder mit Rechen losgerissen, bisweilen auch nach Stürmen angeschwemmt. Die knorpeligen Bänder enthalten außer verschiedenen Polysacchariden (Schleimstoffe) Aminosäuren und kleine Mengen von Brom-, Jod- und Mangansalzen.

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CHRYSANTHEMUM VULGARE

RAINFARN, WURMKRAUT

Asteraceae/Compositae

Eur, As, NAm

 

Die dem Kraut von vielen Farnarten ähnlichen Blätter führten vermutlich zum falschen Namen Rainfarn. Farne sind blütenlose Pflanzen. Die ausdauernde Staude wächst mit mehreren bis 1 m hohen kantigen Stengeln aus einer vielköpfigen walzigen Wurzel. Die langen Blätter sind doppelt fiederschnittig geteilt und am Rande gezähnt, stehen wechselständig, sind von lebhaft grüner Farbe, fein punktiert und leicht behaart. Die gelben, oben flachen Blütenkörbchen bestehen aus kurzen Röhrchen und bilden am Stengelende einen doldigen Blütenstand Sie verbreiten einen intensiven. kampferartigen Geruch. Der Rainfarn ist giftig, wird aber häufig als Zierpflanze in Gärten gehalten Seine Verwendung als Wurmmittel ist umstritten. Die Dosierung seiner Wirkstoffe bietet Schwierigkeiten. Zudem kennen wir heute harmlosere, ebenso wirksame Wurmmittel.

CHRYSANTHEMUM VULGARE RAINFARN, WURMKRAUT
CICHORIUM INTYBUS WEGWARTE, ZICHORIE

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CICHORIUM INTYBUS

WEGWARTE, ZICHORIE

Asteraceae ( = Compositae)

Eur, NW-Afr, W-As

Gemäßigte Zonen

Wir finden die Wegwarte fast überall. Sie ist ein unverwüstlicher Wegbegleiter auf trockenen, lehmigen Äckern, selbst in der Mitte kleiner Feldwege im Schotter. Eine kultivierte Zichorie wird vielerorts zur Gewinnung der kohlenhydratreichen Wurzel angebaut (Kaffeezusatz). Der derbe kantige, steif-aufrecht stehende Stengel ist sparrig verästelt, hohl und fuhrt Milchsaft. Mattgrüne schmale gesägte Blättchen sind spärlich direkt am Stengel angeordnet. Das ganze Kraut ist behaart An kurzen Nebenzweigen stehen die leuchtendblauen Scheiben der Blütenköpfe (ca. 3-4 cm Durchmesser) mit violetten Staubgefäßen in der Mitte Verwandte Arten der Zichorie liefern uns Salate und Gemüse (Chicoree, Endivie).

CICHORIUM INTYBUS WEGWARTE, ZICHORIE

CICHORIUM INTYBUS WEGWARTE, ZICHORIE

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CIMICIFUGA RACEMOSA

SCHWARZE SCHLANGENWURZEL, WANZENKRAUT

Ranunculaceae

O- NAm

In feuchten oder trockenen Wäldern, in Hecken und Waldlichtungen wachsender ausdauernder Strauch von 1.5-2,5 m Höhe Auf einem unterirdischen Rhizom steht der aufrechte derbe krautige Stengel. Die großen gestielten, bis 70 cm langen Blätter sind dreifach gefiedert, die Fiederblätter länglich-eiförmig, handförmig eingebuchtet und am Rande stark gezahnt. mit krautiger dunkelgrüner Spreite. Der Blütenstand bildet eine stabartige endständige Traube mit weißen vierblättrigen Blüten, die von zahlreichen Staubfäden uberragt werden. Die Frucht bildet eine eiförmige Kapsel mit zahlreichen braunen flachen Samen (wanzenähnlich, Wanzenkraut) Andere Arten der Schlangenwurzeln kommen auch in südlicheren Staaten der USA und in Ostasien vor. Medizinisch von Bedeutung ist der nach der Fruchtreife gesammelte und zerschnittene Wurzelstock mit dunkelrotbraunen Fasern und einer hornartigen Rinde.

CIMICIFUGA RACEMOSA SCHWARZE SCHLANGENWURZEL, WANZENKRAUT
CINCHONA PUBESCENS, CINCHONA SUCCIRUBRA CHINARINDENBAUM

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CINCHONA PUBESCENS, CINCHONA SUCCIRUBRA

CHINARINDENBAUM

Rubiaceae

SAm, Afr

Die Krappgewächse (Rubiaceen) bilden eine sehr große Familie, zu der in nördlichen Zonen Stauden gehören (Asperula, Galium, Rubia) und in den Tropen große Bäume, wie zum Beispiel der Chinarindenbaum Er hat seinen Namen nicht von China, sondern vermutlich vom peruanischen Wort Kina = Rinde erhalten. Der Baum zählt zu den am längsten bekannten exotischen Heilpflanzen Heute stammt die Chinarinde fast ausschließlich aus Kulturen in Ostindien und Afrika. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich auch im Alkaloidgehalt.

Der Stamm erreicht eine Höhe von ca. 20-25 m, trägt eine rotbraune Rinde und eine reichbelaubte Krone. Die Blätter sind 25-40 cm lang, breit-elliptisch, flaumig behaart, auf der Unterseite oft rot und stehen gegenständig an 3-4 cm langen Stielen In den Blattachseln treiben Nebenzweige mit rosaroten Röhrenblüten.

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CINNAMOMUM ZEYLANICUM

CEYLON-ZIMTBAUM

Lauraceae

S -Аs, SAm

Der immergrüne Zimtbaum erreicht bei natürlichem Wachstum eine Höhe von ca. 10 m. In den Kulturen köpft man die jungen Bäumchen kurz über der Erde und verwendet die reichlich entstehenden, rutenförmigen Stockanschläge. Eine glatte fahle Rinde umschließt den zylindrischen inneren Holzkörper der Zweige. An ihnen stehen gegenständig die großen ledrigen. ca. 10-20 cm langen breitovalen zugespitzten Blatter Die Spreite glänzt dunkelgrün, auf der Unterseite heller und ist stark genervt. Aus den oberen Blattachseln treiben die langgestielten Blütenstände in Form aufrechtstehender Rispen Die kleinen weißlichgelben Blüten sind flaumig behaart. Die Frucht, ein ca 15 mm langes keulenförmiges Köpfchen von rotbrauner Farbe, ist von einem glockigen Hüllkelch umgeben Die ganze Pflanze riecht aromatisch nach Zimtaldehyd und Eugenol.

CINNAMOMUM ZEYLANICUM CEYLON-ZIMTBAUM


      


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