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Heilpflanzen und ihre Kräfte

Ein Ratgeber für Fragen der Gesundheitsmedizin auf natürlicher Basis

Heilpflanzenlexikon - Farbige Abbildungen und Beschreibungen der 247 wichtigsten Heilpflanzen

(Fortsetzung)

PINUS SYLVESTRIS KIEFER, FÖHRE

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PINUS SYLVESTRIS

KIEFER, FÖHRE

Pinaceae

Eur. N + W-As  

Gemäßigte Zonen

Die Nadelhölzer umfassen an die 100 Arten in 5 verschiedenen Pflanzenfamilien, die in ihren Ursprungsländern vom Mittelmeer bis in den hohen Norden nicht nur volkswirtschaftlich, sondern auch klimatisch von großer Bedeutung sind. In der Phytotherapie nutzen wir vor allem die Föhren (Pinus) . Wacholder und einige Zypressenarten. Die Kiefern oder Föhren bilden Stämme, die im Tiefland bis 40 m hoch werden. Im Hochgebirge, über der Waldgrenze, gedeiht noch die Legföhre als niederlegender Strauch (Latschenkiefer) Kiefern können bis 600 Jahre alt werden. In der Heilkunde nutzen wir die frischen Stengelsprosse des Frühjahrs (Turio pini) . das aus den Lärchenstämmen ausfließende Harz (Terebinthina laricina) . das durch Wasserdampfdestillation aus frischen Zweigen gewonnene Fichtennadelöl oder Latschenkieferöl und das abdestillierte Terpentinöl.

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PIPER METHYSTICUM

RAUSCHPFEFFER, KAWAPFEFFER

Piperaceae

Polynesien, Neu Guinea, Hawaii

Der Kawapfeffer oder Rauschpfeffer spielt bei den Eingeborenen der Herkunftsländer eine wichtige und soziale Rolle Leicht dosierte Kawa- oder Awa-Getränke wirken stimulierend und appetitanregend Stärkere Dosen führen zu gesundheitlich verheerenden Rauschzuständen Der Kawa-Strauch wird 1,5-4 m hoch mit pfeilrunden glatten knotigen Zweigen Diese wachsen aus einem dicken holzigen, oft einige Kilo schweren Wurzelstock. Die Blätter, breit herzförmig, von zirka 20 cm Durchmesser und stark genervt, stehen auf kurzen Stielen. Die Stengelknoten tragen vereinzelte Stacheln Von den kleinen eingeschlechtigen Blüten bilden die männlichen dichte ährenförmige Blutenstände, die ebenfalls an den oberen Stengelknoten sitzen Die Pflanzen vermehren sich ausschließlich vegetativ, mit Ausläufern. Als Droge wird die in frischem Zustand sehr saftige Wurzel getrocknet und geschält verwendet.

PIPER METHYSTICUM RAUSCHPFEFFER, KAWAPFEFFER
PLANTAGO AFRA FLOHSAMEN

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PLANTAGO AFRA

FLOHSAMEN

Plantaginaceae

S-Eur, N-Afr, SW-As

Die Wegeriche (Plantago) sind eine in den gemäßigten Zonen aller Kontinente verbreitete Pflanzenfamilie. Von der Gattung Plantago L. enthalten manche Arten, besonders in den Samen, medizinisch genutzte, stark quellende Schleime Die Flohsamen werden von einem einjährigen, 20-40 cm hohen Kraut gewonnen. Der hellgrüne krautige behaarte Stengel steht aufrecht oder aufsteigend und ist oft nur wenig verzweigt. Die schmalen linealen Blattchen sitzen in Quirlen am Stengel und sind am Grunde leicht flaumig behaart. Die weißlichen bis bräunlichen winzigen Blüten stehen in kugeligen langgestielten Ähren in den oberen Blattachseln. Vier spitze grüne rauhe Kelchblätter umstehen den Fruchtknoten. Die Frucht, eine häutige Deckelkapsel, enthält die kleinen braunen, 1,5-2 mm langen länglichelliptischen Samen.

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PLANTAGO LANCEOLATA

SPITZWEGERICH

Plantaginaceae

Eur, As

Gemäßigte Zonen

Die Wegerichgewächse sind mit über 200 Arten über die ganze Welt verbreitet. Ihr Artname ist vom lateinischen planta = Fußsohle abgeleitet, weil die Form bei einigen Arten knapp über dem Boden liegender Blätter einem Fußabdruck ähnlich ist. Als Heilpflanze wird der Spitzwegerich in O-Eur angebaut. Die Wurzeln bilden spitzigschmale 20-30 cm lange, in der Länge genervte derbe Blattspreiten, die knapp über dem Boden eine liegende oder teilweise stehende Rosette bilden. Die grundständigen Blattstiele sind wollig behaart Längliche oder kugelige bräunliche Blütenquasten stehen auf bis 50 cm langen aufrechten blattlosen furchigen Stielen. Andere Arten tragen rosarote Blütenähren Die noch wenig bekannten Wirkstoffe bestehen aus Schleimen, Gerbstoffen, Mineralsalzen, Aucubin und organischen Säuren und, wie neuere Forschungen gezeigt haben, auch aus antibiotischen Substanzen.

PLANTAGO LANCEOLATA SPITZWEGERICH
PODOPHYLLUM PELTATUM AMERIKANISCHES FLUSSBLATT

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PODOPHYLLUM PELTATUM

AMERIKANISCHES FLUSSBLATT

Berberidaceae

O-NAm, NO-A s

In den feuchten Wäldern und auf Weiden unter Bäumen der atlantischen Zone Nordamerikas finden wir das amerikanische Fußblatt. Aus einem reichverzweigten Rhizom mit kaum zentimeterdickem Wurzelstock mit bis 1 m langen, knotig gegliederten braunen Ausläufern treiben zwei Arten von Stengeln. Der 30-50 cm hohe sterile Stengel trägt je ein Blatt von 15 bis 30 cm Durchmesser, das schildförmig in 7-9 keilförmige Lappen geteilt ist. Der fertile, fruchttragende Stengel endet in zwei fünf- bis siebenlappigen, ähnlich geformten Blättern. In der Blattachsel hängt die kurz gestielte, aromatisch riechende weiße Blüte, deren Krone aus 6-9 verkehrteirunden Blutenblättchen besteht. Die Frucht, eine gelbe Beere von 4-5 cm Größe, schmeckt süßlichscharf und enthält 12 eiförmige Samen. Im Volksmund heißt sie wilde Zitrone oder Mai-Apfel.

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POLYGALA SENEGA

SENEGAWURZEL, KLAPPERSCHLANGENWURZ

Polygalaceae

NAm

Die Kreuzblumengewächse gedeihen in zahlreichen Arten in den gemäßigten bis nördlichen Zonen fast aller Kontinente. Die Virginische Schlangenwurzel ist in den trockenen, steinigen lichten Wäldern Nordamerikas heimisch. Aus einem ausdauernden, kriechenden Wurzelstock sprießen in den Achseln schuppenförmiger Niederblätter aufrechte, bis 40 cm hohe einfache krautige Stengel, Die wechselständig angeordneten Blätter sind zirka 5-8 cm lang, 3 cm breit, eiförmiglanzettlich, spitz auslaufend, am Rande gezähnt, oberseits saftiggrün, unterseits heller. Weißrötliche, in längliche Trauben angeordnete Blüten stehen am Stengelende. Der knotige Wurzelstock, oft bis zu 5 cm dick, ist meist in mehrere Spindeln geteilt und verkrümmt. Als Hauptwirkstoff enthalten sie Saponin, daneben einen Bitterstoff, ätherisches Öl und Begleitstoffe.

POLYGALA SENEGA SENEGAWURZEL, KLAPPERSCHLANGENWURZ
POLYGONUM HYDROPIPER WASSERPFEFFER

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POLYGONUM HYDROPIPER

WASSERPFEFFER

Polygonaceae

Eur, NW-Afr, As, NAm

Die Knöteriche verdanken hren wissenschaftlichen Namen Polygonum den vielknotigen Stengeln ( polys = viel, g ó ny =Knie, Knoten), die ihnen eigen sind. Der pfefferartige Geschmack und ihr Standort an feuchten Plätzen und Bachufern begründen den Namen Wasserpfeffer Das einjährige Kraut bildet einen bis 80 cm hohen aufrechten, verzweigten Stengel mit den bereits erwähnten Knoten Erträgt wenige breit-lanzettliche längliche Blätter, deren Blattspreiten drüsigpunktiert oder schwarz gefleckt sind. Die kleinen, 3-4 mm langen Bluten mit rotlicher oder grüner Blütenhülle sind mit zahlreichen gelben Drüsen punktiert und bilden auf dünnen Stengeln uberhängende Scheinähren. Sie blühen im Juli-August. Das frische Kraut schmeckt scharf pfefferartig. Andere Polygonumarten (Vogelknöterich) sind bekannt für ihren hohen Gehalt an Kieselsäure.

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POLYPODIUM VULGARE

ENGELSÜSS, TÜPFELFARN

Polypodiaceae

Eur, N-As

Die Tüpfelfarne bilden die größte Familie unter den Farngewächsen, Der eigentliche Engelsüß bevorzugt humusreiche, kalkarme Standorte Er treibt knapp unter der Erde oder im Moos bleistiftdünne, etwas abgeflachte Wurzelstöcke, die noch die Ansätze der früheren Blattsprossen tragen und braunrot gefärbt sind. Im Frühjahrentrollen sich die schuppigen Blattwedel und wachsen 30-40 cm lang. Einfach gefiedert sind die derben, vorne leicht gerundeten Fiedern einem unterseits hervorstehenden Mittelnerv entlang angeordnet. Zwei Reihen orangefarbiger, später brauner Sporenhäufchen finden sich auf der Unterseite der Fiedern. Die Wurzeln schmecken im frischen Zustand süßlich. Außer dem Zucker finden sich als Wirkstoffe noch Bitterharze, ein ätherisches Öl, ein süßes Saponin und Schleimstoffe. Engelsüß findet nur noch in der Volksmedizin Verwendung.

POLYPODIUM VULGARE ENGELSÜSS, TÜPFELFARN
POPULUS NIGRA WOHLRIECHENDE PAPPEL

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POPULUS NIGRA

WOHLRIECHENDE PAPPEL

Salicaceae

Eur, N-Afr, M+W-As

Gemäßigte Zonen

Diese den Weiden nahestehenden Bäume verlangen für das ihnen eigene schnelle Wachstum lockeren, in der Tiefe feuchten Boden. Die Rinde der jungen Stämme ist grau und glatt, bei älteren Bäumen verändert sie sich in grauschwarze Borke. Die Stämme werden 20-30 m hoch und erreichen ein Alter von einigen hundert Jahren. Die zweihäusigen Blüten bilden als männliche Form dicke walzige hängende Kätzchen mit purpurroten Staubbeuteln, die weiblichen kürzere hängende oder stehende grünliche Rispen. Aus der frischen Rinde jünger Zweige und aus jungen Blättern werden homöopathische Tinkturen oder salicylhaltige Extrakte gewonnen. Am meisten Verwendung finden die Pappelknospen (Gemmae populi) . die ein ätherisches Öl und Gerbstoffe enthalten. Die frischen Knospen wurden früher mit Fett zerstoßen und daraus die Pappelsalbe hergestellt.

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POTENTILLA ANSERINA

GÄNSEFINGERKRAUT, ANSERINE

Rosaceae

Gemäßigte Zonen

Das Gänsefingerkraut wuchert auf Ödplätzen und an Wegrändern. Aus dem ausdauernden, ästigen und oft holzigen Wurzelstock bilden sich weithin kriechende Stengel, die erneut Wurzeln schlagen. So bilden sich oft große Teppiche mit dem saftiggrünen Blattwerk. Die Blätter werden ca. 20-25 cm lang, sind unpaarig gefiedert, gestielt und am Rande spitz gesägt. Die Unterseite der am Boden liegenden Blätter ist weiß und filzig behaart. Die goldgelben Blüten mit den 5 ovalen Kronblättern stehen einzeln an blattlosen langen Blühstengeln. Sie blühen vom Juni bis im September Das getrocknete blühende Kraut enthält noch wenig erforschte Wirkstoffe. Wie bei vielen Rosengewächsen herrschen Gerbstoffe und Flavone vor. Die Frischpflanze dient der Zubereitung homöopathischer Tinkturen (Anserina).

POTENTILLA ANSERINA GÄNSEFINGERKRAUT, ANSERINE

      


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