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Heilpflanzen und ihre Kräfte

Ein Ratgeber für Fragen der Gesundheitsmedizin auf natürlicher Basis

Heilpflanzenlexikon - Farbige Abbildungen und Beschreibungen der 247 wichtigsten Heilpflanzen

(Fortsetzung)

JUGLANS REGIA WALNUSS

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JUGLANS REGIA

WALNUSS

Juglandaceae

SO-Eur, SW-As

Gemäßigte Zonen

Wir kennen den stattlichen, bis 30 m hohen Baum meistens als Einzelgänger, der für seine intensiven Bildeprozesse viel Licht, Warme und mineralische Kräfte aus der Erde braucht und keine Nachbarn duldet. Die langen gestielten Blätter sind paarig gefiedert mit 7-11 ovalen, ca. 15 cm langen Fiederblättchen, ganzrandig und unterseits durch einen ausgeprägten Mittelnerv gekennzeichnet. In einer hellgrünen derbfleischigen Fruchthülle reift im Herbst die einsamige Nuss in der harten, holzigen, durch Scheidewände getrennten Schale.. Eine ganze Reihe von Wirkstoffen werden genutzt: Gerbstoffe aus den Blättern, Vitamin С und Farbstoffe aus der Samenhülle. die ölreichen Samen und konzentrierte Gerbstoffe in den Scheidwanden.

JUGLANS REGIA WALNUSS

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JUNIPERUS COMMUNIS

WACHOLDER

Cupressaceae

Eur, NW-Afr, As, NAm

Der Wacholder passt sich mit seiner Wuchsform dem Klima seines Standortes an. Im Süden bildet er einen säulenförmigen Strauch von 10 m Höhe und zeigt damit seine Verwandtschaft zu den Zypressen. Im Gebirge, weit über der Waldgrenze, trotzt er dem harten Klima als Zwergwacholder Der sparrig verzweigte Strauch trägt an holzigen Zweigen die sehr spitzigen Blättchen in Quirlen zu drei Nadeln, die an der Oberseite einen bläulich-weißen Mittelstreifen zeigen. Auf getrennten Exemplaren stehen die unscheinbaren männlichen und weiblichen Blüten, die durch den Wind bestäubt werden Die erst grünen Beeren reifen im zweiten bis dritten Jahr zu den blauschwarzen Früchten heran. Im braunen Fruchtfleisch finden sich die Samen und ein sehr aromatisches ätherisches Öl, das die Hauptwirkstoffe enthält. Daneben findet sich viel Jnvertzucker. Die Zweige werden gekocht und der Absud zu Bädern verwendet.

JUNIPERUS COMMUNIS WACHOLDER
KRAMERIA TRIANDRA RATANHIA

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KRAMERIA TRIANDRA

RATANHIA

Krameriaceae

W-SAm,  SAm

Halbstrauch von zirka 60 cm Höhe, heimisch im Hochland der Anden, Aus einem knolligen verholzten Wurzelstock wachsen die Zweige, niederliegend, seidig-behaart im Neuwuchs, später knorrig und holzig. Die wechselständigen Blättchen sitzen eng aneinander an den Zweigen, eiförmig, 1-2 cm lang und mit einer seidigen Behaarung überzogen. In den oberen Blattachseln stehen die roten Bluten mit je vier Kelch- und vier Kronblättern. Die medizinisch verwendete Ratanhiawurzel besteht aus verschiedenen langen, meistens 1-3 cm dicken zylindrischen Stücken mit rottbrauner runzeliger, rissiger oder glatter Oberfläche und braunem Holzkern. Beim Kauen schmeckt die Wurzel leicht bitter und zusammenziehend. Sie enthält zirka 15% Gerbstoffe (Catechingerbstoffe), ferner Stärke, Wachs und Gummi Seit dem 19 Jahrhundert ist die Ratanhiawurzel auch in Europa bekannt und wird medizinisch als starkwirkendes Adstringens verwendet.

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LAMIUM ALBUM

 WEISSE TAUBNESSEL

Lamiaceae ( = Labiatae)

Еur, As

Gemäßigte Zonen

Das zierliche, 20-30 cm hohe Kraut gedeiht im Unterholz, zwischen Gräsern und Sträuchern an Hecken und Zäunen. Aus einer mehrfach verzweigten unterirdischen Grundachse sprießen zahlreiche Ausläufer, die im Frühjahr mehrere Blütensprosse bilden. Ein aufrechter kantiger hohler Stengel, außen behaart und in Bodennähe meist rot unterlaufen, trägt die länglich-herzförmigen, spitz auslaufenden weich behaarten dunkelgrünen Laubblätter, die jenen der Brennessel ähnlich sind. Sie sind am Rande grob gesägt, stehen kreuzweise gegenständig und tragen in ihren Blattachseln rund um den Stengel die vielblütigen Scheinquirle. Die weißen, oft schmutzig-rötlichen Kronröhren sind von einer gewölbten Oberlippe überdeckt. Die einzeln gezupften und getrockneten Blüten enthalten noch wenig erforschte Wirkstoffe.

LAMIUM ALBUM WEISSE TAUBNESSEL
LAURUS NOBILIS LORBEERBAUM

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LAURUS NOBILIS

LORBEERBAUM

Lauraceae

S-Eur, NW-Afr, SW-As

Vom Lorbeer, einst Symbol des Sieges, ist nur noch das Lorbeerblatt im Kochtopf von Bedeutung geblieben. Der kleine Baum oder Strauch mit der grauen, glatten Rinde und den immergrünen Blättern, länglich oval, ganzrandig, dunkelgrün und ledrig-glänzend auf der Oberseite, auf der Unterseite matt-hellgrün, kann sich vielen Klimaten anpassen. ist aber nicht winterhart. Die zweihäusigen Blüten bilden weißlichgelbe kleine Dolden, die in den oberen Blattachseln stehen. Die Früchte sind kirschengroße, erst grüne, dann schwarzglänzende Beeren, die einen Samen enthalten. Das aus den frischen Früchten gewonnene, fette Lorbeeröl ist von hellgrüner, salbenartiger Konsistenz und enthält neben verschiedenen Fettsäuren ebenfalls zirka 1% ätherisches Öl, das zu durchblutungsfördernden Einreibungen verwendet wird.

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LAVANDULA ANGUSTIFOLIA

LAVENDEL

Lamiaceae (=Labiatae)

S-Eur, NW-Afr

Der Lavendelstrauch gedeiht in nördlichen Gegenden als Zierpflanze in Gärten an trockenen, sonnigen Lagen. In Südfrankreich, Spanien und England wird er für die Gewinnung des in der Parfümerie wichtigen Lavendelöls angebaut, wächst aber auch häufig wild. Auf einem breiten Wurzelstock stehen die meist verholzten Zweige. Aus ihnen sprießen die grünen vierkantigen Schöße mit den graugrünen, silbrigbehaarten schmalen eingerollten Blättchen 50-70 cm hoch. Die am langen Stengel mit kleinen Quirlen stehenden kleinen blauvioletten Lippenblüten überragen die Blattregion und enthalten am meisten des wohlriechenden ätherischen Öls. Zu seiner Gewinnung werden die ganzen Zweige geschnitten und destilliert. In neuerer Zeit untersucht man die nervenberuhigende Wirkung des Lavendels, die nicht nur vom Duft ausgeht. Lavendelöl und Lavendelspiritus regen die Haut zu verstärkter Durchblutung an.

LAVANDULA ANGUSTIFOLIA LAVENDEL
LEONURUS CARDIACA HERZGESPANN

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LEONURUS CARDIACA

HERZGESPANN

Lamiacaea, Labiatae

Eur, As, NAm

Schon bei den Griechen muss die herzstärkende Wirkung dieser Heilpflanze bekannt gewesen sein, wie aus dem Namen cardiaca (das Herz betreffend) hervorgeht. Das Herzgespann wächst mit Vorliebe in trockenen Lagen. Aus einem kräftigen waagrechten, dichtbewurzelten Stock wachsen aufrechte vierkantige. oft rotviolett überlaufene und abstehend behaarte Stengel 60-100 cm hoch. Die gestielten Blätter stehen kreuzweise gegenständig, sind handförmig in 3-5 Lappen gespalten, leicht behaart, oberseits von dunkelgrüner, unten von hellgrüner Farbe. In den Blattachseln stehen die Quirle mit zahlreichen Blüten auf trichterförmigen Kelchen. Die Kronröhren sind von fleisch-rosaroter Farbe, braunrot gezeichnet und nach oben erweitert. Lange Zeit blieb diese Pflanze wenig beachtet. Neuere Forschungen bestätigen ihre beruhigende Wirkung auf Herz und Kreislauf.

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LEVISTICUM OFFICINALE

LIEBSTÖCKEL

Apiaceae ( = Umbelliferae)

SW-As

Gemäßigte Zonen

Die in vielen Ländern beliebte Gewürzpflanze wird in Hausgärten gehalten, aber auch als Heilpflanze angebaut. Die kräftige Wurzel hält sich am besten in lockerem, mäßig feuchtem Boden in halbschattiger Lage. Sie treibt aufrechte röhrige, 1-2 m hohe runde Stengel, die oben in Äste auslaufen. Die sehr großen derben Grundblätter mit grün glänzender Oberseite sind zwei- bis dreifach gefiedert. Am Stengel sitzen nach oben immer kürzer gestielte und wenige gefiederte Blätter. An den Stengelenden stehen die dicht-strahligen gewölbten Dolden mit den blassgelben Blüten, die eifrig von Bienen besucht werden. Die gerippten, oft gekrümmten Früchtchen sorgen für Weiterverbreitung, die aber auch durch Wurzelteilung möglich ist Ätherisches Öl und weitere Wirkstoffe finden sich am reichsten in der Wurzel, die noch heute zu den offiziellen Drogen gerechnet wird.

LEVISTICUM OFFICINALE LIEBSTÖCKEL
LINUM USITATISSIMUM LEIN, FLACHS

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LINUM USITATISSIMUM

LEIN, FLACHS

Linaceae

S-Eur, SW-As

Gemäßigte Zonen

In der Natur finden wir den Lein nur vereinzelt als Wildling aus benachbarten Anbaugebieten. Die einjährige Pflanze treibt aus einer spindelförmigen weißlichen Wurzel dünne, oben verästelte Stengel. Die nervigen saftiggrünen Blattchen sind von schmallanzettlicher Form und wechselständig angeordnet An den Stengelenden stehen die zarten blauen, seltener weißen oder roten Blüten mit 5 zu einem Rädchen angeordneten Kronblättern, Sie blühen meistens nur einige Stunden, Eine kugelige Kapsel bildet die Frucht, die zur Gewinnung der Samen gedroschen wird. Sie enthält 4-6 mm lange glatte braunglänzende Samen, die η ihrer Hülle viel Schleim, im Kern das fette Leinöl enthalten. Schleim und Öl werden medizinisch verwendet, ferner das entölte Leinsamenmehl in Form der bekannten Kataplasmen angewendet. Aus anderen Flachsarten werden Leinengewebe hergestellt.

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LOBELIA INFLATA

LOBELIE

Lobeliaceae

O- NAm

Die medizinisch verwendete Lobelie gehört zur Flora des nordöstlichen Amerika und wird dort auch kultiviert. Schon bei den Indianern war das Kraut als Heilpflanze bekannt und wurde des scharfen Geschmackes wegen mit Indian tobacco bezeichnet. Sie verwendeten Abkochungen der Wurzeln gegen Lues und rauchten die Blätter gegen asthmatische Beschwerden. In nördlichen Regionen Europas wachsen andere, medizinisch jedoch nicht verwendete Lobelia-Arten (zum Beispiel L. dortmanna ). Das einjährige Kraut treibt einen ca. 50 cm hohen, grün oder violett gefärbten kantigen und rauhhaarigen Stengel. Die 4-7 cm langen fahlgrünen Blätter sind schmallanzettlich zugespitzt, kurz gestielt und am Rande ungleich gekerbt. An den Kerbspitzen stehen kleine weißliche Wärzchen (Wasserspalten) Die Blattspreite ist behaart, am stärksten der Nervatur entlang. Die spärlichen fahlblauen Blüten sind zweilippig und in einer Traube am Stengelende angeordnet. Die Fruchtkapsel ist kugelig aufgeblasen (inflata) und enthält zahlreiche kleine Samen. Die Blätter schmecken scharf und kratzend Die Lobelie enthält eine ganze Reihe interessanter Alkaloide. Eines davon, das Lobelin, wirkt ähnlich wie Nikotin.

LOBELIA INFLATA LOBELIE

LOBELIA INFLATA LOBELIE

      


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