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Heilpflanzen und ihre Kräfte

Ein Ratgeber für Fragen der Gesundheitsmedizin auf natürlicher Basis

Heilpflanzenlexikon - Farbige Abbildungen und Beschreibungen der 247 wichtigsten Heilpflanzen

(Fortsetzung)

CUCURBITA PEPO GARTENKÜRBIS

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CUCURBITA PEPO

GARTENKÜRBIS

Cucurbitaceae

M-Afr, S-As

Warme + warm gemäßigte Zonen

Der Gartenkürbis gedeiht in mastiger Erde, auf Komposthaufen, oft verwildert, meistens angebaut. Der kriechende Stengel wird mehrere Meter lang und trägt an Nebenstielen sehr große dunkelgrüne gelappte und stark genervte Blätter, die stark behaart sind. Mit verästelten Ranken hält sich das Gewächs an seiner Umgebung. An kurzen Stengeln stehen die gelb leuchtenden Blütensterne. Aus ihren Fruchtknoten wachsen die großen gelben Kürbisse, deren wässeriges Fruchtfleisch mit weißen ovalen, abgeplatteten Samen durchsetzt ist Die Samen, von der harten Schale befreit, werden gekaut oder zerstoßen eingenommen. Ihre Wirkstoffe sind noch wenig erforscht. In der Volksmedizin wird empfohlen, die Samen zur Verhütung von Prostatavergrößerung zu kauen. Die Wirkung des fetten Öls gegen Bandwürmer ist unwahrscheinlich.

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CURCUMA LONGA

KURKUMA, GELBWURZEL

Zingiberaceae

S-As

Warme ZonenDie gallefördernde Wirkung der Curcumawurzel wird nach neueren Forschungen dem gelben Farbstoff Curcumin als auch dem ätherischen Öl zugeschrieben.

Das knollig verdickte Hauptrhizom bildet eine ganze Reihe von Nebenrhizomen, die teilweise Niederblätter tragen und nach deren Absterben quergeringelt erscheinen. Die Nebenrhizome trennen sich bisweilen von der Hauptwurzel ab und bilden eigene Wurzelstöcke. Aus kurzen Sprossachsen bilden sich lange grüne Stengel mit bis 1 m langen aufrechtstehenden, den Lilienblättern ähnlichen, schmalen dünnen ganzrandigen Spreiten, die am Grunde scheidenartig den Stengel umgeben. Die großen gelben trichterförmigen Blütenkronen sitzen meist zu zweit in den Achseln grünlichweißer Deckblätter. Die 3-4 cm langen Rhizomstücke sind quergeringelt und äußerlich hornartig verhärtet.

CURCUMA LONGA KURKUMA, GELBWURZEL
CYDONIA OBLONGA QUITTE

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CYDONIA OBLONGA

QUITTE

Rosaceae

W-As, Eur, NAm

Der Quittenbaum, recht häufig in unseren Hausgärten, wird 4-6 m hoch. In nördlichen Gegenden wird er häufiger als Spalier gezogen. An den abstehenden dornenlosen Ästen stehen die kurzgestielten eiförmigen, zottig behaarten Blätter Die Blüten, größer als die des Apfelbaumes, bilden rötlich-weiße Sterne mit 5 Kronblättern. Der Fruchtknoten bildet mit dem Blütenboden eine Scheinfrucht, die birnenförmige Quitte, mit einer gelben häutigen Schale, die mit einem leicht abreibbaren Filz bedeckt ist. Das Fruchtfleisch ist derb, wenig saftig und sauer. Es wird zu Konfitüre verarbeitet Die Kerngehäuse mit den schleimhaltigen Samen dienen als Abfuhrmittel

CYDONIA OBLONGA QUITTE

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CYNARA SCOLYMUS

ARTISCHOCKE

Asteraceae (=Compositae)

S-Eur

Warm gemäßigte Zonen Die den Disteln verwandte Artischocke bildet einen senkrecht stehenden fleischigen robusten Stengel, der aus einer grundständigen Blattrosette herauswächst. Diese ist 20-30 cm lang, doppelt gefiedert und gezähnt, auf der Unterseite graugrün und flaumig behaart. Die Stengelblätter sind von gleicher Form, aber länglicher und schmäler. Die stacheligen Blütenköpfe wachsen zu fleischigen Hüllblättern aus Die leberanregenden Bitterstoffe werden aus den Blättern, den Stengeln und den Wurzeln gewonnen. Bei Leberschwäche und hohem Cholesterinspiegel bietet die Artischocke eine wirkungsvolle Diätnahrung Die seit langem bekannte Anregung der Gallenblase konnte mit neueren Versuchen bestätigt werden. Die Verwendung von Artischockenextrakten in Aperitifs ist sinnvoll, ebenso Tee-Extrakte als Kurmittel nach Leberkrankheiten wie Hepatitis, Gelbsucht usw.

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CYNOGLOSSUM OFFICINALE

HUNDSZUNGE

Boranginaceae

Eur, W-Afr, As

Gemäßigte Zonen

Der Name ist auf die filzigweichen spitzen, einer Hundezunge ähnlichen Blätter zurückzuführen. Die 40-80 cm hohe Pflanze gedeiht an Wegrändern, in Waldlichtungen, Hecken und an steinigen Hängen. Der spindelförmigen Wurzel entsprießt im zweiten Jahr ein dichtbeblätterter kantiger Stengel. Er ist wie die wechselständigen Blätter graufilzig behaart. In den oberen Blattachsen stehen die kurzgestielten braunvioletten Blütentrichter in kleinen Wickeln Die kleinen vierteiligen Früchte tragen an der Oberseite kleine Stacheln, mit denen sie an vorbeistreifenden Tieren haften bleiben. Die ganze Pflanze riecht unangenehm nach Mäusen, besonders wenn man die Blätter zerreibt. Die Wirkstoffe befinden sich in der Wurzel und im Kraut Sie sind jenen im verwandten Beinwell (Symphytum officinale) ähnlich und werden auch gleichsinnig verwendet

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CYTISUS SCOPARIUS ( = Sarothamnus Scoparius)

BESENGINSTER

Papilionaceae

S+W-Eur

Die rutenförmigen, kantig gefurchten und verholzten Zweige des Besenginsters werden in südlichen Ländern zu Besen gebunden; daher der Name (lat.: scopa = der Besen). Seine dicht mit goldgelben Blüten besetzten Ruten zieren schon zeitig im Frühjahr sonnige Hänge, Waldlichtungen und Heidegebiete. Der bis 2 m hohe Strauch ist tief verwurzelt, die dunkelgrünen Äste tragen kleine dreizählige, im oberen Teil einfache Blättchen, die in der Blütezeit kaum sichtbar sind. Die großen Schmetterlingsblüten sind typisch. Die Früchte, flache braunschwarze Schoten, enthalten mehrere braune Samen. Zweigspitzen und Samen enthalten interessante Wirkstoffe. Vom verwandten Färberginster (Gemsta tinctoria) verwendet man die Blüten zum Färben von Stoffen. In den Mittelmeerländern werden noch aus einer weiteren Ginsterart (Spartium junceum) ähnliche Wirkstoffe gewonnen.

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DATURA STRAMONIUM STECHAPFEL

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DATURA STRAMONIUM

STECHAPFEL

Solanaceae

MAm

Warm gemäßigte Zonen

Der Stechapfel, ein mit der Tollkirsche nahe verwandtes Nachtschattengewächs, findet sich ab und zu auch in nördlichen Lagen verwildert auf Äckern, Schuttplätzen und an sonnigen Waldrändern. Aus der Pfahlwurzel wächst ein ziemlich verzweigter derber runder Stengel 40-100 cm hoch. Die dunkelgrünen Blätter sind oval, oft dreieckig, ziemlich groß, gezähnt und tief eingebuchtet. Die einzeln in den Blattachseln stehenden Blüten bilden eine weiße, ca. 6-10 cm lange Trompete auf einem grünen Hüllkelch. Sie riechen angenehm im Gegensatz zum eher widrigen Geruch der Blätter. Die Frucht ist eine stachelige Kapsel, die der Roßkastanie ähnelt. Sie springt in der Reifezeit auf und enthält kleine schwarze Samen. Die giftigen, pharmazeutisch jedoch wertvollen Wirkstoffe finden sich in den Samen und in den Blättern, die zu Räucherstäbchen und Zigaretten für Asthmatiker verarbeitet werden.

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DIGITALIS PURPUREA

ROTER FINGERHUT

Scrophulariaceae

W-Eur, NW-Afr, Eur, N-As, N-NAm

Der Fingerhut - der Name nimmt Bezug auf die eigenartige Blütenform - zählt zu den am besten erforschten Heilpflanzen. Die herzwirksamen Digitallsglykoside konnten bis heute durch keine synthetischen Wirkstoffe ersetzt werden und behalten ihren Platz auch in der modernen Pharmakotherapie. Aus diesem Grunde finden wir in fast allen Industrieländern Digitaliskulturen, teilweise mit anderen, dem Klima angepassten Arten, wie z. B. mit dem wolligen Fingerhut (Digitalis lanata ) im Mittelmeergebiet. Schon im 18. Jahrhundert schrieb ein englischer Arzt ein erstes Werk über Anbau, Ernte, Trocknungsmethoden und Arzneizubereitung des Fingerhutes.

In der Natur bevorzugt der Rote Fingerhut kalkarme Böden in Waldlichtungen und an buschigen Abhängen. Auf Kalkböden und in Gärten finden wir andere Fingerhutarten. Aus einer im ersten Jahr gebildeten Grundrosette mit großen elliptischen, stark behaarten Blättern wächst im zweiten Jahr ein derber unverzweigter, stark behaarter aber wenig beblätterter Stengel 70-150 cm hoch Der obere Teil endet in einem Blühtrieb, der in den Blattachsen die 4-5 cm langen hängenden Rachenblüten trägt. Sie formen eine lockere Traube. Die Blütenlippen sind außen kahl, purpurrot, innen heller behaart und dunkelrot punktiert. Der Fruchtknoten bildet im Herbst eine behaarte Kapsel. Ihre sehr kleinen Samen werden durch den Wind verbreitet. Die Wirkstoffe finden sich in den eiförmigen, unterseits graufilzig behaarten Blättern.

DIGITALIS PURPUREA ROTER FINGERHUT

DIOSCOREA VILLOSA YAMSWURZEL

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DIOSCOREA VILLOSA

YAMSWURZEL

Dioscoreaceae

O-NAm

Diese wichtige Nahrungspflanze wächst wild in feuchten Wäldern und Dickichten. Aus einem knolligen holzigen Wurzelstock mit langen kriechenden Ausläufern treiben glatte, dünne, krautige rankende Stengel, die bis 5 m lang werden. Die langgestielten Blätter sind herzförmig zugespitzt, oberseits grün und glatt, unterseits mattgrün, mit 9-11 markanten Längsrippen. In den oberen Blattachseln hängen die einhäusigen Blütenstände als lange, lockere Rispen mit kleinen grünlichweißen, fast sitzenden Einzelblüten. Die Frucht ist eine dreifächerige geflügelte gelblichgrüne Kapsel. Medizinisch verwendet wird die Knolle der Dioscorea vi/losa wegen ihres Saponingehalts. Dieser Wirkstoff ist auch in anderen, in Guatemala und Mexiko vorkommenden Arten enthalten (D. spiculifiora et D. f/oribunda) und dient als Ausgangsprodukt für die Teilsynthese von verschiedenen Hormonen.

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DROSERA ROTUNDIFOLIA

SONNENTAU, RUNDBLÄTTRIGER

Droseraceae

Eur, As, NAm

Das kleine, aber hochinteressante Pflanzchen gedeiht in Mooren, Torfwiesen und Sumpfgebieten, vor allem in nördlichen Lagen, vom Tiefland bis ins Gebirge bis 1800 m ü. M. Eine mit Nebenwurzeln verstärkte Wurzel trägt eine Blattrosette mit langgestielten, kreisrunden (bei anderen Arten ovalen), muldenartigen Blättchen, deren Oberflächen mit kleinen abstehenden Drüsenhaaren besetzt sind. Ihre Spitzen sind mit Tröpfchen besetzt, die wie Tau in der Sonne glänzen. Daraus ist der Name Sonnentau (griechisch drosos ) abzuleiten. Die «Tautröpfchen» ziehen Insekten an, die an den Drüsenhaaren kleben bleiben und vom Pflanzensaft richtig verdaut werden. Aus der Blattrosette sprießen dünne schlanke Blühstengel ca. 10-20 cm hoch mit einem wickelförmigen Blütenstand mit kleinen weißen Kelchen. Wenn sich die Samenkapsel öffnet, verbreitet der Wind die winzigen Samen.

DROSERA ROTUNDIFOLIA SONNENTAU, RUNDBLÄTTRIGER

      


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