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Heilpflanzen und ihre Kräfte

Ein Ratgeber für Fragen der Gesundheitsmedizin auf natürlicher Basis

Heilpflanzenlexikon - Farbige Abbildungen und Beschreibungen der 247 wichtigsten Heilpflanzen

(Fortsetzung)

ASCLEPIAS TUBEROSA SEIDENPFLANZE

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ASCLEPIAS TUBEROSA

SEIDENPFLANZE

Asclepiadaceae

N Am

Die Gattung Asclepias gehört zu den milchsaftführenden Pflanzen. Eigenartig sind auch die seidigen Haarbüschel der Samen, die zu den Namen «Seidenpflanze» oder auch «Indian paintbrush» (indianischer Malpinsel) geführt haben. Aus einem holzigen Wurzelstock wachst ein aufrechter robuster Stengel ca. 1 m hoch. Die schmalen lanzettlichen Blätter sind spiralig angeordnet und 10-12 cm lang Am oben verzweigten Stengel stehen aufrecht die Blütendolden mit zahlreichen funfzipfligen orangefarbenen, gelegentlich roten oder gelben Blütenkronen. Die Hüllblätter sind nach unten gestülpt. Die Frucht bildet eine längliche behaarte Balgkapsel, die Samen mit einem seidenartigen Haarschopf enthalt. Medizinisch wertvoll sind die Wirkstoffe in der Wurzel verschiedener Asclepiasarten, die jener der Digitalis ähnlich sind und nur in geprüften Präparaten verwendet werden.

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ATROPA BELLA-DONNA

TOLLKIRSCHE

Solanaceae

Eur, N-Afr, As, NAm

Aus einer dicken, verzweigten Wurzel wächst die ausdauernde Staude 50-150 cm hoch. Der stumpfkantige, verästelte Stengel ist oben weich behaart und trägt paarweise lanzettliche große Blätter mit oben dunkelgrüner, unten hellerer Färbung. Die glockigen Blüten mit ca. 2 cm langer Krone, schmutzig purpurbraun gefärbt, stehen einzeln in den Blattachseln. Im Spätsommer erscheint die kirschgroße, vielsamige. zunächst grüne Beere, die bei Reife glanzendschwarz wird und einen violetten Saft enthalt Die ganze Pflanze ist für den Menschen stark giftig, jedoch sehr wertvoll in der Heilkunde. In den Blättern und den Wurzeln finden sich die Wirkstoffe, die in sehr vielen pharmazeutischen Präparaten verwendet werden.

Da Vergiftungen mit Beeren noch relativ häufig vorkommen. sollten wir vor allem Kinder ausdrücklich davor warnen, Früchte und Beeren, die sie nicht kennen, zu essen. Zwei bis drei der schwarzen Tollkirschen lösen bereits ernsthafte Störungen aus. Man rufe sofort einen Arzt zu Hilfe und handle nach seinen Instruktionen Als Soforthilfe: zum Brechen anregen, Kohletabletten geben Himbeeren und Brombeeren sind leicht zu erkennen. Von allen anderen Beeren: Hände weg!

ATROPA BELLA-DONNA TOLLKIRSCHE
AVENA SATIVA HAFER

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AVENA SATIVA

HAFER

Poaceae ( = Gramineae)

Gemäßigte Zonen

Der Hafer ist in erster Linie als Nahrungspflanze von Bedeutung. Bei allen Nutzgewächsen wurde man aufmerksam auf Heilwirkungen und fand solche in der Haferblüte und im Haferstroh. Diese Getreideart unterscheidet sich von Roggen und Weizen durch den andersgearteten Fruchtstand und durch einen höheren Fettgehalt in den Körnern. In der Heilkunde findet Haferstroh Verwendung, in der Homöopathie ebenfalls die Essenz aus der frischen Haferblüte. Schleim und Brei aus Haferkernen oder -flocken schätzen wir als Magenschondiät und Kraftnahrung Haferbrei war während langer Zeit die traditionelle Nahrung der Schotten und findet sich auch heute noch im Frühstücksmenü vieler schottischer Hotels. Haferschleimsuppe ist ein wirkungsvolles Kräftigungsmittel für Genesende Äußerlich wird Hafermehl immer noch für reinigende Abreibungen und als Kosmetikum verwendet.

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BAROSMA BETULINA

BUCCOSTRAUCH

Rutaceae

S- Afr , SAm

Der ca. 2 m hohe Strauch trägt den Birkenblättern ähnliche, ca. 2 cm lange verkehrteiförmige, fast sitzende Blätter. Die Blattspreite ist steif, etwas ledrig, blaugrün bis gelbgrün, schwach glänzend und durch ölführende Drüsen punktiert. Spitzen oder Randteile sind häufig zurückgekrümmt. In den Blattachseln stehen die weißen fünfzähligen Blüten, die einen süßen, schweren Duft verströmen. Die Frucht ist eine fünfteilige Kapsel. Die ganze Pflanze riecht stark nach einer Mischung von Minze und Rosmarin. Sie wird in Kapland häufig angebaut. Ihre Heilkräfte finden neuerdings wieder mehr Beachtung. Die Blätter dieses Strauchs werden schon seit langem in der Schulmedizin als Grundlage für eine Tinktur und in der Naturheilkunde als Tee verwendet. In neuerer Zeit haben ihre medizinischen Eigenschaften wieder verstärktes Interesse gefunden.

BAROSMA BETULINA BUCCOSTRAUCH
BERBERIS VULGARIS BERBERITZE, SAUERDORN

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BERBERIS VULGARIS

BERBERITZE, SAUERDORN

Berberidaceae

M + S-Eur , N-NAm

Dieser dornige, bis 2 m hohe Strauch wird vielerorts ausgerottet, weil er einem sehr gefährlichen Getreiderostpilz als Zwischenwirt dient. Wir finden ihn noch an Feldrändern, auf Schutthalden, an Waldrändern und in Waldlichtungen. Die Rinde der verzweigten Wurzel ist auffallend gelb gefärbt. Die rutenartigen Zweige tragen dreiteilige, sehr spitze Dornen, die als verkümmerte Blattreste zu betrachten sind. Über den Dornen sprießen Kurztriebe mit hellgrünen kleinen, in Büscheln angeordneten Blättern Die goldgelben Blüten bilden endständige, herabhängende Trauben. Sie duften stark und etwas unangenehm. Die kleinen leuchtendroten Beeren sind langgestreckt und schmecken kräftig sauer Im Herbst erscheint die Berberitze mit den rot verfärbten Blättern wie ein Feuerbusch Ihre Heilstoffe sind vielfältig, nicht nur in den Beeren, sondern auch in der gelbfarbigen Wurzelrinde.

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BETULA PENDULA, BETULA PUBESCENS

BIRKE

Betulaceae

Eur, W-As, N-NAm

Der schöne lichtgrüne, bis 30 m hohe Baum belebt mit seiner weiß-schwarzen Rinde und dem hängenden hellen Blätterdach viele an sich düstere Heidelandschaften. Moore und Sumpfgebiete, aber auch trockene Bergheiden bis auf 2000 m ü. M. An den hängenden Zweigen sitzen die gestielten, dreieckig-rhombischen Blätter mit gezähntem Rand. Aus den hängenden Kätzchen verweht der Wind die feinsten Pollenkörner auf die weiblichen Blütenkätzchen. In der Birke ist ein intensiver Wasserhaushalt im Gang. Zur Saftgewinnung wird der Stamm oder Ast angebohrt und ein Rohr eingelegt, das über einem Auffanggefäß mündet. Er enthält wertvolle Wirkstoffe, ebenso die Blätter, die Rinde und das Holz. Wen wundert es, dass man die Birke als Lebensbaum betrachtete und sie auch als Zierbaum pflanzt. Birkenelexiere, aus Blutungssaft hergestellt, schätzen wir als einen belebenden Frühjahrstrunk.

BETULA PENDULA, BETULA PUBESCENS BIRKE
BRASSICA NIGRA SCHWARZER SENF

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BRASSICA NIGRA

SCHWARZER SENF

Brassicaceae/Cruciferae

S-Eur, N-Afr, W-As

 Gemäßigte Zonen

Auf frischem Brachland finden wir als erste Gewächse den Ackersenf (Brassica arvensis) , der dem schwarzen Senf sehr ähnlich sieht. Das einjährige Kraut des schwarzen Senfs treibt einen bis 1 m hohen ästigen, belaubten Stengel. Erträgt unten leierförmig gelappte Blätter, die im obern Teil kleiner und schmäler werden. Die gelben Blüten mit abstehenden Kelchblättern bilden endständige, lockere Doldentrauben. Die grünen Schotenfrüchte stehen aufrecht, dicht am Stengel und enthalten vier bis acht schwarze kugelige Samen, die in gebundener Form das stark reizende Senföl enthalten. Seine Würzkraft, jener des weißen Senfs ähnlich, ist beliebt. Geschätzt ist aber auch seine Heilwirkung. Die starke Reizwirkung auf Haut- und Schleimhäute soll weise dosiert werden, da sonst gefährliche Entzündungen zu befürchten sind. Konzentriertes Senföl ist giftig!

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BRASSICA OLERACEA

WEISSKOHL

Brassicaceae ( = Cruciferae)

S+W-Eur

Gemäßigte Zonen

Die Kohlsorten galten schon bei den Griechen und Römern als Nutz- wie als Heilpflanze. In der Volksmedizin blieben verschiedene Anwendungen von Kohlblättern bekannt, vor allem gegen Magenverstimmung. Der Gemüsekohl bildet auf einem runden faserigen Wurzelstock knapp über dem Boden den weißen Kohlkopf von 20-25 cm Durchmesser. Er besteht aus den fleischigen, stark gerippten und genervten Blättern, die eng ineinander verschlungen sind. Große grüne Blätter bilden die äußere Hülle. Die Verwandtschaft der vielen kultivierten Kohlsorten - Blumenkohl, Rosenkohl, Kohlrabi usw. - zeigt sich erst, wenn wir sie austreiben lassen. Dann bilden sie auf einem Blütenschaft die gelben vierblättrigen Kreuzblüten. Die meisten Kreuzblütler enthalten in ihrem Saft schwefelhaltige Verbindungen und vermögen organisches Jod anzureichern.

BRASSICA OLERACEA WEISSKOHL

BRYONIA DIOICA ZAUNRÜBE

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BRYONIA DIOICA

 ZAUNRÜBE

Cucurbitaceae

S+W-Eur, NW-Afr

Die Zaunrübe ist eine 3-4 m hoch rankende zweihäusige Schlingpflanze, die in wärmeren Gebieten von Mitteleuropa in Hecken, Gebüschen und Waldrändern am Unterholz emporklettert. Ihre Wurzel kann so groß werden wie eine Zuckerrübe. Aus dieser treiben im Frühling die hellgrünen Schöße, halten sich mit ihren Ranken an Ästen und Zweigen und tragen kurzgestielte. handförmige fünflappige Blätter, die an jene der Weinrebe erinnern. Die zweihäusigen, unscheinbar kleinen Blüten, die weiblichen gelblich, die männlichen hellgrün, stehen an langen Stielen an verschiedenen Exemplaren. Im Herbst schimmern leuchtendrote Beeren aus dem Laub. Sie sind giftig. Die Rübe enthält stark wirkende Stoffe, die uns wertvolle Heilmittel gegen Gicht, Rheuma. Fieber sowie Verstopfung liefern. Der sehr starken Giftigkeit wegen sollen nur homöopathische Verdünnungen verwendet werden.

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CALENDULA OFFICINALIS

RINGELBLUME, RINGELROSE, GOLDBLUME

Asteraceae ( = Compositae)

S-Eur, N-Afr, W-As

Gemäßigte Zonen

In vielen Ländern wird die Ringelblume als problemlose Zierpflanze geschätzt. Die meist einjährige Pflanze hat einen krautigen, brüchigen und verzweigten Stengel, 30-60 cm hoch. Er trägt unten spateiförmige, saftiggrüne behaarte Blätter, die nach oben kleiner und schmäler werden. Zuoberst stehen die Blütenköpfe auf einem ausgeprägten grünen Blütenboden. Die orangegelben Zungenblüten leuchten weiterhin wie kleine Sonnen, bei den gefüllten Arten ohne die dunkleren, kleinen Röhrenblüten in der Mitte Sie verbreiten einen eigenartigen Geruch. Lange Zeit wurden die Zungenblüten der Ringelblume nur zum Verschönern von Teemischungen verwendet. Nach neueren Forschungen hat man in den Blütenfarbstoffen wirksame Wirkstoffe entdeckt. Sie fördern die Heilungstendenzen an lädierten Geweben, zum Beispiel auf der Haut, und regen das Sekretin gewisser Organe, besonders der Galle, an.

CALENDULA OFFICINALIS RINGELBLUME, RINGELROSE, GOLDBLUME

      


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