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Heilpflanzen und ihre Kräfte

Ein Ratgeber für Fragen der Gesundheitsmedizin auf natürlicher Basis

Heilpflanzenlexikon - Farbige Abbildungen und Beschreibungen der 247 wichtigsten Heilpflanzen

(Fortsetzung)

GALIUM VERUM LABKRAUT

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GALIUM VERUM

LABKRAUT

Rubiaceae

Eur, N-As, NAm

Das Labkraut ( gala = Milch) wurde früher in vielen Ländern zur Gerinnung der Milch bei der Käseherstellung verwendet. Daher der Name Labkraut. Wir finden es auf trockenen Wiesen, in lichten Wäldern und an besonnten Hängen vom Tiefland bis in Hohen von 1800 m ü. M. Aus einem knolligen Wurzelstock wächst ein runder, selten kantiger Stengel 30-80 cm hoch. Abstehende Seitenästchen tragen die schmalen lanzettlichen Blättchen, die in Quirlen von 4-8 rund um den Stengel angeordnet sind. Ein filziger Belag bedeckt ihre Unterseite. Die Blattquirle erinnert an den verwandten «Waldmeister» (Asperula odorata) Die Stengel enden in die länglichen Blütenrispen mit vielen goldgelben Blütensternchen, die im Sommer wie goldige Büsche aus dem Grün der Landschaft leuchten. Das Labkraut ist eine interessante Heilpflanze zur Anregung des Stoffwechsels. Andere Labkräuter blühen weiß.

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GAULTHERIA PROCUMBENS

WINTERGRÜN

Ericaceae  

O-NAm

Das Wintergrün ist ein kleiner, 10-15 cm hoher Zwergstrauch, der in den kühlen feuchten Wäldern N-Amerikas häufig vorkommt. Auf einem dünnen unterirdischen Wurzelwerk stehen die aufrechten, drüsig behaarten Stengel, die wenige Blätter genähert am Stengelende tragen. Sie sind 2-4 cm lang, spitz-eiförmig mit einer steifen ledrigen. dunkelgrün glänzenden Spreite, heller auf der Unterseite und am Rande borstig gezähnt Wie der Name sagt, ist die Pflanze immergrün. Die weißen oder rosaroten Blütenglöckchen hängen am Stengelende an kurzen Stielen. Rotglänzende kleine Beeren reifen im Herbst. Blätter und Beeren riechen angenehm aromatisch, würzig. Aus den dunkelgrünen Blättern bereitet man den Mountain Tee, den Berg-Tee. Medizinisch wertvoll ist das aus dem Kraut gewonnene ätherische Öl mit einem hohen Anteil an Methylsalicylat.

GAULTHERIA PROCUMBENS WINTERGRÜN
GELIDIUM AMANSII AGAR-AGAR

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GELIDIUM AMANSII

AGAR-AGAR

Gelidiaceae

O-As, W-NAm

Zur Gewinnung des Agars werden verschiedene Rotalgenarten (besonders von Gelidium) auf den unter Wasser stehenden Sand- und Felsbänken der Küsten bis in Tiefen von 30 m gesammelt oder mit Rechen losgerissen. Diese Algen haben keine steifen Körper, sondern nur ein bewegliches Gerüst aus zelluloseähnlichen Kohlenhydraten, das aber reichlich mit Schleimstoffen durchsetzt ist. Es sind ca. 1 m lange, stark verzweigte, leicht rötlich gefärbte, fast durchsichtige weiche Bänder und Äste. Für die Gewinnung des eigentlichen Agars kocht man die Algen mit Wasser; der Agar geht in Lösung und geliert beim Erkalten, Er enthält bis zu 90% Agaropectin und Agarose, beides polymere Kohlenhydrate, Medizinisch ist er als Darmgleitmittel von Bedeutung, ferner als wertvolles Verdickungsmittel für Lebensmittel anstelle von Gelatine.

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GELSEMIUM SEMPERVIRENS

GIFTJASMIN, GELBER JASMIN

Loganiaceae

SO-NAm

Der Giftjasmin ist eine Schlingpflanze mit dünnen, bis 5 m langen Zweigen, die in den Wäldern und Dickichten der südlichen Staaten Nordamerikas beheimatet ist. Aus einem knolligen, kräftigen Wurzelstock wachsen die teilweise holzigen Triebe, die sich stark verästeln. Sie tragen gegenständig die schmallanzettlichen glänzenden dunkelgrünen Blätter. In den Blattachseln der oberen Triebe stehen die leuchtendgelben, 4-5 cm langen Blütenröhren, die mit ihren fünf Zipfeln einen trompetenförmigen Rand bilden. Einige Jasminarten, besonders jasminum grandiflorum L., werden in Südfrankreich und in Südanatolien zur Gewinnung von ätherischen Ölen zu Riechstoffen kultiviert. Alle Teile des Gelben oder Giftjasmins enthalten stark wirkende Alkaloide und sind giftig. Medizinisch werden Wurzelstock und Wurzeln zur Zubereitung von Extrakten und Tinkturen verwendet.

GELSEMIUM SEMPERVIRENS GIFTJASMIN, GELBER JASMIN
GENTIANA LUTEA GELBER ENZIAN

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GENTIANA LUTEA

GELBER ENZIAN

Gentianaceae

M + S-Eur

Der Gelbe Enzian, der größte aus der Familie dieser formen- und farbenreichen Gebirgspflanzen, wächst mit Vorliebe auf kalkhaltigen Böden in Höhen von 700-2400 m ü M. Während einigen Jahren bildet die mächtige Pfahlwurzel nur eine Grundrosette mit großen elliptischen, auf der Unterseite stark genervten Blättern. Dann sprießt ein starker Blühstengel unverzweigt 70-120 cm hoch. Er trägt die graugrunen ovalen und spitz auslaufenden Blätter gegenständig wie kleine Hände, die schützend die zahlreichen goldgelben, langgestielten Blütensterne einrahmen. Von ähnlichem Bau ist der Rote Enzian ( G. purpurea L.). Seine Wurzeln dienen wie die Wurzeln des Gelben Enzians der Herstellung von Enzianbranntwein. Die Art ist daher in vielen Gebieten ausgerottet. In den Wurzeln finden sich die medizinisch wertvollen Bitterstoffe, zu deren Gewinnung der Gelbe Enzian angebaut wird.

Eine Zierde der Bergwiesen sind die verschiedenen, blau und violett blühenden Enziane.

GENTIANA LUTEA GELBER ENZIAN

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GERANIUM ROBERTIANUM

STORCHENSCHNABEL

Geraniaceae

Eur, N-Afr, As, O-NAm

Der Storchenschnabel bevorzugt als Standort Hecken, lichte Wälder, Mauer- und Felsritzen, Äcker und trockene Ödplätze, vom Tiefland bis in Höhen von 1800 m ü. M. Aus faserig verzweigten Wurzeln treiben rötliche dünne, sparrig verzweigte Stengel, 20-50 cm hoch, die symmetrisch geformten, langgestielten Blätter sind drei- bis fünflappig geteilt und die einzelnen Zipfel noch zweifach gefiedert. Blätter und Stengel sind weich behaart, ebenso die roten Kelchblätter der Blüten. Diese sitzen zu 2 oder 4 an kurzen Stielen mit je fünf rosaroten, rötlich gestreiften Kronblättern. Die ca. 2 cm langen, schnabelförmig zugespitzten Fruchtknoten sind das Kennzeichen des Storchenschnabels. Je nach Standort wächst der Storchenschnabel in zahlreichen Arten, großblütig und mit anders gearteten Blättern. Als Heilpflanze dient jedoch nur das Kraut der hier beschriebenen Art.

GERANIUM ROBERTIANUM STORCHENSCHNABEL
GEUM URBANUM NELKENWURZ, BENEDIKTENKRAUT

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GEUM URBANUM

NELKENWURZ, BENEDIKTENKRAUT

Rosaceae

Eur, N-Afr, As,  NAm, Aus

Das zierliche Kraut, 30-70 cm hoch, ziert Gebüsche, Hecken, lichte Wälder und Schuttplätze. Die Bachnelkenwurz mit den hängenden braungelben Blütenköpfen wächst in Sumpf- und Bachgebieten. Aus einem rübenförmigen Wurzelstock wachsen im Frühjahr zunächst große gestielte gefiederte Grundblätter mit gezähntem Rand Später sprießen die sparrig verzweigten Blütenstengel mit dreizählig geteilten Blättchen Die Stengel sind leicht behaart und braunrot verfärbt, die Blätter leicht behaart und am Rande gesägt. An den Stengelenden stehen die goldgelben Blüten mit 5 rundovalen Kronblättern, zwischen grünen Kelchblättern. Eine kleine braune Quaste enthält die Früchte, die an vorbeistreifenden Tieren hängen bleiben und so Verbreitung finden Kraut und Wurzel enthalten Wirkstoffe, die in der Phytotherapie geschätzt werden.

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GINKGO BILOBA

GINKGOBAUM

Ginkgoaceae

China, Japan

Der Ginkgobaum ist der letzte Vertreter dieser Pflanzenklasse, die bereits zur Flora des Mesozoikums gehört hat. Als heiliger Tempelbaum wird er im Fernen Osten seit jeher kultiviert. In den Ursprungsländern erreicht der Baum eine Höhe von 30-40 m mit weitausladenden Ästen. Sehr dekorativ sind die großen hellgrünen, fächerförmigen kahlen Blätter. Lange Stiele, die aus einer Blattscheide am Stamm wachsen, tragen die mit einer gabeligen Nervatur versehenen Blattspreiten. Die eingeschlechtigen Blüten stehen einzeln in den Blattachseln. Die männlichen Sporenträger bilden kurze lockere Kätzchen Die gelben pflaumenartigen Früchte enthalten einen holzigen Kern. Im Extrakt aus den Blättern haben chemische und pharmakologische Forscher interessante Wirkstoffe gefunden. die der modernen Pharmakotherapie neue Möglichkeiten bieten.

GINKGO BILOBA GINKGOBAUM

GLYCYRRHIZA GLABRA SÜSSHOLZ

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GLYCYRRHIZA GLABRA

SÜSSHOLZ

Fabaceae

SO-Eur, SW-As, SW-Eur, N-Afr, MAm

Unter Süßholz verstehen wir die zu handlangen bleistiftähnlichen Stucken geschnittenen Wurzelausläufer von gelbem faserigem Holz. Die mehrjährigen, bis 2 m hohen Stauden wachsen aus einem Wurzelsystem aus Pfahlwurzeln, Nebenwurzeln und meterlangen Ausläufern und bilden in Süditalien. Spanien, Russland und weiteren ostmediterranen Staaten ausgedehnte Staudenfluren Die holzigen Stengel tragen ein lockeres Laubwerk dunkelgrüner, unpaarig gefiederter, schmallanzettlicher Blätter. In den Blattachseln stehen die langgestielten Trauben mit zahlreichen blaulila bis blauvioletten Schmetterlingsblüten. Unter den in den Wurzeln enthaltenen Wirkstoffen ist das süße Glyzyrrhizin von Bedeutung; es ist um ein Vielfaches süßer als Rohrzucker In den Anbau- und Erntegebieten kocht man aus den Wurzelstücken, fein gemahen und mit Wasser vermengt, einen Süßholzextrakt.

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GOSSYPIUM HERBACEUM

BAUMWOLLPFLANZEN

Malvaceae S-As

Warme und warm gemäßigte Zonen

Die Baumwollpflanzen bilden ca. 0,5-1,5 m hohe Sträucher. Die wenig behaarten Zweige tragen breite ledrige herzförmige netzadrige Blätter mit kurzer Spitze. Die Hochblätter sind je nach Art und Rasse gelappt und am Rande gezähnt. Die Blüten stehen auf kurzen Stielen mit gelben, innen roten Kelchblattern Die Fruchte bilden schnabelförmige Kapseln mit 3-4 Fächern, aus denen die flaumige Samenbehaarung, die Baumwolle, hervorquillt. Die Baumwollsamen liefern ein Öl mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. In der Wurzelrinde finden sich heilkräftige Substanzen. Medizinisch ist die Baumwolle noch immer wichtigster Rohstoff zur Herstellung von Verbandmaterial Neue Rassen versucht man zu züchten, um gegen Schädlinge resistente Pflanzen mit langen Samenhaaren hervorzubringen.

GOSSYPIUM HERBACEUM BAUMWOLLPFLANZEN

      


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